70-mm-Film

70-mm-Film wird verwendet für Kinofilme; ein entsprechender 70-mm-Rollfilm wird in der Mittelformat-Fotografie genutzt.

Funktionsweise

Im Vergleich zum 35-mm-Standardmaterial mit etwa 350 mm² Bildgröße bietet der 70-mm-Film eine mehr als die dreimal so große Bildfläche und damit mehr Detailreichtum und Spielraum für stärkere Vergrößerungen, d.h. also größere Leinwände. Das Bildseitenverhältnis ähnelt mit 2,2:1 dem des breitwandigen Cinemascope, ohne Anamorphot-Objektive einsetzen zu müssen.

In der Verarbeitung wird i.d.R. ein 65-mm-Negativ in ein 70-mm-Positiv umgewandelt; das Negativ muss kleiner sein, da auf das Positiv noch sechs Magnettonspuren passen müssen. Nur in frühen Verfahren wie Alberini Panoramica oder Fox Grandeur wurden in Europa und in den USA 70-mm-Negative verwendet; in den ehemaligen Ostblockstaaten wurde dagegen die Kombination aus 70-mm-Aufnahme und 70-mm-Kopie beibehalten (z.B. DEFA-70 und Sovscope-70). Das derzeit aktuelle 70-mm-Verfahren ist Panavision Super 70.

Eine Besonderheit ist der Special Venue-Prozess 70-mm 8-70; bei diesem Format werden 70-mm-Film mit einem 8 Perforationslöcher hohen Bild in vertikaler Filmaufnahme verwendet; dies ergibt einen Film mit einem Bildseitenverhältnis von 1,26:1, der in speziellen Kinos mit flachen oder leicht gekrümmten Bildwänden aufgeführt wird.

Weitere Verfahren, die 70-mm-Film verwenden, sind Maxivision (10 Perforationslöcher) und IMAX (15 Perforationslöcher im Horizontalformat).

Siehe auch

See also: 70-mm-Film, 16-mm-Film, 35-mm-Film, 8-mm-Film, Anamorphot, Blow-up, CRI, CinemaScope, Cinemascope, Cinemiracle