9. Sinfonie (Beethoven)

Die 9. Sinfonie Beethovens in d-moll, op. 125 gilt als einer der Höhepunkte des gesamten sinfonischen Schaffens.

Beethoven fertigte erste Skizzen zu der Sinfonie im Jahr 1815 an. Die vollständige Komposition dauerte jedoch bis in das Jahr 1824. Dem letzten Satz mit dem bedeutenden Chorfinale liegt Schillers Ode an die Freude zugrunde. Beethoven verwendete die komplette 1. und 3. Strophe, sowie einige Teile der 2. und 4. Strophe.

Obwohl die Absicht der Vertonung von Schillers Hymne fast das ganze Leben Beethovens begleitete, war es nicht immer eindeutig, ob nun wirklich ein Chor oder ein rein instrumentales Finale das Werk abschließen sollte. Eine Entscheidung für den Chor fiel wahrscheinlich erst gegen Ende des Jahres 1823.

Die Sinfonie wurde am 7. Mai 1824 im Kaiserlichen und Königlichen Hoftheater zu Wien uraufgeführt. Beethoven, der bereits völlig ertaubt war, stand beim Schlusssatz mit dem Rücken zum Publikum und las die Worte der Sänger von ihrem Munde ab. Nach der Aufführung brach ein frenetischer Beifall los, und die Zuschauer riefen immer wieder "Vivat, Vivat". Beethoven stand solange ruhig dem Chor zugewandt, bis einer der Solisten ihn behutsam an der Schulter fasste und ihn zum Publikum drehte. Er sah die begeisterte Menge und verbeugte sich dankend. Es war der letzte große Auftritt des Meisters. Nach diesem Tag zog er sich zurück.

Die Satzbeschreibungen lauten:

  1. Allegro ma non troppo, un poco maestoso
  2. Molto vivace
  3. Adagio molto e cantabile
  4. Presto - Allegro assai

Sonstiges


Siehe auch:

Weblinks

Beethoven 9. Beethoven Sinfonie 9.

See also: 9. Sinfonie (Beethoven), 1815, 1823, 1824, 1972, 1990, 2. Oktober, 2003, 7. Mai, A Clockwork Orange