Y
Dieser Artikel befasst sich mit dem Y des lateinischen Alphabets. Für das Y des griechischen Alphabets siehe Ypsilon.
Y bzw. y ist der 25. Buchstabe des lateinischen Alphabets und in manchen Sprachen ein Vokal (so auch im Deutschen, auch wenn er unter bestimmten Bedingungen konsonantisch ausgesprochen wird), in manchen ein Konsonant. Der Buchstabe Y hat in deutschen Texten eine durchschnittliche Häufigkeit von 0,04%. Er ist damit der 24.-häufigste Buchstabe in deutschen Texten.
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Aussprache
Gewöhnlich gilt, dass bei griechischen Fremdwörtern das "Y" als [y] (Ü - Ypsilon, Xylophon etc.), bei englischen Fremdwörtern (meist Wortende) es als [i] (I - Party, Hobby) oder [ai] (Nylon), und am Wortanfang vor weiterem Vokalbuchstaben als [j] (J - Yen, Yoghurt, Yacht etc.) ausgesprochen wird.
Herkunft
| Bild nicht gefunden Proto-semitisches Waw-Zeichen | Bild nicht gefunden Phönizisches Waw | Bild nicht gefunden Griechisches Ypsilon | Bild nicht gefunden Lateinisches Y |
| Proto-semitisches Waw-Zeichen | Phönizisches Waw | Griechisches Ypsilon | Lateinisches Y |
So sieht das Y in Wikipedia aus.
Das Ypsilon ist einer der jüngsten Buchstaben im lateinischen Alphabet und teilt sich einen Großteil seiner Geschichte mit dem U, dem V und dem W. Es hat seinen Ursprung im phönizischen Buchstaben Waw, der den Lautwert [v] hatte. Als griechische Alphabet wurde der Buchstabe als Ypsilon übernommen, der ursprünglich den Lautwert [u] hatte. Auf dem Weg über die Etrusker wurde daraus das lateinische U.
Bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. hatte sich infolge des Sprachwandels der Lautwert des griechischen Ypsilon jedoch gewandelt, es stand nun für den Laut [y]. Als die Römer um diese Zeit begannen, verstärkt griechische Begriffe zu verwenden, behalfen sie sich zuerst mit der Umschreibung mit U, fügten jedoch dann das Ypsilon an das Ende ihres Alphabets hinzu.
Im Deutschen und Lateinischen fand das Y allein in Fremdwörtern Aufnahme. Allerdings wurde der Buchstabe im 19. Jahrhundert im Rahmen einer Begeisterung für das antike Griechenland häufig anstelle des I gebraucht. Ein erhalten gebliebenes Relikt dieser Erscheinung ist der Name von Bayern, das vorher Baiern hieß. Im Englischen ging bei zahlreicher Aufnahme des Y in die Schreibweise die "Ü"-Aussprache seit dem Mittelalter gänzlich verloren. Es wird seither als W, I oder "ei" bzw. als Konsonant "J" (z.B. you) ausgesprochen.
Bedeutungen
- in der Mathematik
- steht y oft als Zeichen für die zweite Unbekannte in Gleichungen; als „Partner“ zum lateinischen kleinen Y wird oft das kleine Eta verwendet, z. B.:
- steht y in Funktionen häufig für vertikale Koordinaten (Ordinate)
- steht y oft als Zeichen für die zweite Unbekannte in Gleichungen; als „Partner“ zum lateinischen kleinen Y wird oft das kleine Eta verwendet, z. B.:
- in der Physik
- ist Y das Formelzeichen für die Hyperladung
- y. ist die Abkürzung für die angelsächsische Längeneinheit Yard
- als Kfz-Kennzeichen steht Y
- in Deutschland für Fahrzeuge der Bundeswehr
- in der Numismatik steht der Kennbuchstabe Y
- im altgriechischen Zahlensystem stand Y für 400
- in der Volkswirtschaftslehre bezeichnet Y das Bruttoinlandsprodukt einer Volkswirtschaft, Zum Teil auch Volkseinkommen oder einfach generell Einkommen
- y. wird in englischen Chat als die Abkürzung für das englische Fragewort why, "warum" (der Buchstabenname wird im englischen genauso ausgesprochen) benutzt
- Y bezeichnet eine Ortschaft in Frankreich
Literatur
- Harald Haarmann: Geschichte der Schrift. Beck, München 2002 ISBN 3-406-47998-7
Weblinks
- http://www.wam.umd.edu/~rfradkin/sin2phoen-animate.html
- http://www.ancientscripts.com/greek.html
- http://www.netaxs.com/~salvucci/VTLhome.html
Siehe auch: Abkürzungen/Y, Abkürzung, Akronym, beginnend mit dem Buchstaben Y oder y
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