A7V
thumb|A7V Wotan (Nachbau steht im Panzermuseum Munster) thumb|weitere Ansicht
Der A7V ist ein Panzer, der im Ersten Weltkrieg auf deutscher Seite zum Einsatz kam.
Im Herbst 1916 beauftragte die Abteilung Verkehrswesen mit der Entwicklung und Konstruktion eines Kampfwagens. Nach sechs Wochen der Entwicklungsphase wurden schon die ersten Pläne des ersten deutschen Panzers bekannt gegeben. Der erste Prototyp des A7V (Abteilung 7 Verkehrswesen) wurde im Frühjahr 1917 fertiggestellt. Im Mai wurden 100 Sturmpanzerkampfwagen in Auftrag geben. Doch bis Ende des Krieges wurden nur 20 gebaut, da die deutsche Führung vorwiegend auf U-Boote und Flugzeuge wert legte und somit nicht genügend Rohstoffe für Panzer zur Verfügung standen. Doch man erkannte bereits im Herbst des selben Jahres, dass man mit so wenigen Panzern keine Chance gegen die vielen britischen Tanks der Mark-Serie hatte, weshalb die Dringlichkeitsstufe des A7V erhöht wurde. Am 25. Februar 1918 wurden die 20 fertigen A7V General Erich Ludendorff vorgestellt, sie wurden dann in 3 Kompanien unterteilt. Erst im April des Jahres 1918 rollten die Panzer in Richtung Villers-Bretonneux, wo sie den Infanterieangriff unterstützen sollten.
Letztlich waren die deutschen Panzer nur 50 Tage im Einsatz, doch man erkannte, dass die Produktion der wenigen Exemplare (die alle ihren eigenen Kosenamen hatten) keine Auswirkung in diesem Krieg hatten, da die alliierte Führung über 6.000 gepanzerte Fahrzeuge in die Schlacht schickte.
Im September des Jahres 1918 wurden noch 20 weitere A7V-U (Umlauffahrwerk) in Auftrag gegeben, wobei nur ein Prototyp fertig gestellt wurde. Diese Version hatte schon ein Gewicht von 40 Tonnen und man entschied sich die Besatzung von 26 auf 7 zu reduzieren.
Ein originalgetreuer Nachbau eines A7V ist im Panzermuseum Munster ausgestellt. Der einzig übergebliebene A7V, "Mephisto", befindet sich in Australien.
Technische Daten
- Hersteller: Daimler, Büssing
- Gewicht: 32.51 t
- Länge / Breite / Höhe: 8,0 m / 3,2 m / 3,4 m
- Bodenfreiheit: 40 cm
- Motor: 2 x Daimler-4-Zylinder-Reihe mit je 100 PS bei 800 bis 900 U/min,
- je 17 l Hubraum, wassergekühlt
- Geschwindigkeit
- Straße: 15 km/h
- Gelände: 4-8 km/h
- Fahrbereich: 60-70 km auf Straße / 30-35 km im Gelände
- Treibstoffvorrat: 500 l
- Lenkung: durch Änderung der Motorendrehzahl, zusätzlich Auskuppeln und Abbremsen jeder einzelnen Kette möglich
- Panzerung: Front 30 mm, Seiten 15 mm
- Besatzung
- 18 (vorgesehen)
- 26 (im Einsatz)
- Bewaffnung
- 5,7 cm Maxim-Nordenfeldt Kanone oder eine belgische 5,7 cm Beutekanone (180)
- 6 Stück 7,92 mm Maxim-Spandau 08/15 MGs
- Munitionsvorrat insgesamt: 10.000 bis 15.000
- Sonstiges
- Brieftauben (zur Nachrichtenübermittlung)
