BMX
thumb|Ein BMX-Fahrer springt über eine Frau
BMX ist die Abkürzung für Bicycle MotoCross (X = englisch cross) und bezeichnet eine Ende der 1960er in den USA entstandene Sportart, die es dem Sportler gestattet, auf einem 20"-Fahrrad alles zu machen, was er machen möchte.
In der ursprünglichen Form ging es, wie im Motocross, darum, einen mit Sprüngen und Steilkurven versetzten, etwa 400 Meter langen Sandkurs im Kopf-an-Kopf-Rennen gegen sieben Kontrahenten zu fahren. Obwohl es diesen Sport (BMX-Racing) immer noch gibt, besteht BMX heute hauptsächlich aus den Disziplinen
- Vert (fahren in einer aus dem Skateboarding bekannten Halfpipe),
- Flatland (eine Art modernes Kunstradfahren, bei dem Alles erlaubt ist),
- Street (die wohl beliebteste Disziplin, in der auf allem gefahren wird, was man auf der Straße findet – dazu gehören Treppengeländer, Blumenkübel und Hauswände),
- Dirt/Trails (hier springen die Fahrer über Erdhügel und machen Tricks in der Luft) und
- Park (es wird auf einer eingegrenzten Fläche gefahren, auf der Rampen, Sprünge und andere Hindernisse aufgebaut sind – die Reihenfolge, in der Hindernisse benutzt werden, ist nicht festgelegt – Park ist die organisierte Form des Street-Fahrens).
Die einzelnen Disziplinen gehen stark ineinander über, d. h. man kann z. B. Tricks aus Dirt auch beim Park-Fahren machen.
BMX trat das erste Mal mit dem Film E.T. in Erscheinung, verschwand danach wieder in der Versenkung, um 1996 durch die amerikanischen Extreme Games (später X-Games) wieder an Popularität zu gewinnen. Heute hat sich der Sport mit zwei internationalen, von Fahrern organisierten und akzeptierten Wettbewerbsserien etabliert und wird von einer ganzen Industrie getragen, die sich weitgehend vom konventionellen Fahrradmarkt abgeschottet hat und zum Großteil von Fahrern selbst betrieben wird.
Einer der wichtigsten BMX-Fahrer, der die Sportart in einigen Bereichen revolutioniert hat, ist Mat Hoffman. Der Amerikaner aus Oklahoma City hat eine Vielzahl an Tricks erfunden, in seiner Blütezeit nahezu jeden Wettbewerb, an dem er teilgenommen hat, gewonnen und ist heute Inhaber des Unternehmens Hoffmanbikes, eines bekannten Herstellers von BMX-Rädern, Teilen und Zubehör. Zu den bekannten Persönlichkeiten des BMX-Sports zählen neben Mat Hoffman auch Eddie Fiola und Dave Mirra.
Das wichtigste Fachmagazin auf dem deutschen Markt ist Freedombmx, das alle zwei Monate neu erscheint. Des Weiteren gibt es auch kleinere Magazine, die sich meist regional etabliert haben.
Ab 2008 wird BMX-Racing, die Urdisziplin, olympisch. Das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat Mitte 2003 beschlossen, bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking zwei BMX-Wettbewerbe auszutragen.
Vom 24. bis 27. Juni 2004 fanden die BMX-Weltmeisterschaften zum fünften Mal in Köln statt. Es waren alle Disziplinen von Flatland bis Vert vertreten.
Es gibt auch immer mehr neue Fahrer, die zu Profis werden und schlussendlich etwas erreichen. Wie z.B. Jamie Bestwick, der im Film Momentum ein grosses Können zeigt. Er ist ein Profi in der Welt der "Half-Pipes", kann man sagen. Er fährt seit langem und hat viel Erfolg und ist somit einer der bekanntesten BMX-Profis, die es gibt. Bestwick nahm auch an den meisten X-Games teil und erzielte gute Resultate.
Weblinks
- Freedombmx Magazin
- Große Seite mit vielen Fotos aus der Berliner Street und Ramp-Szene mit Berichten
- Eine englischsprachige BMX-Enzyklopädie basierend auf der Wikipedia Software
