DKW

Dieser Artikel befasst sich mit dem Fahrzeughersteller DKW. DKW steht auch für Doppelkreuzungsweiche.


[[Bild:Dkw_1.jpg|thumb|DKW F1, erster in Serie gebauter Fronttriebler, vorgestellt 1931 in Berlin. (Deutsches Museum, München)]] [[Bild:Dkw-symbol-vorn.jpg|thumb|DKW wurde 1932 eine der vier Marken der ]]

DKW ist ein ehemaliger Hersteller von Autos und Motorrädern.

Im Jahre 1907 ließ der Däne Jørgen Skafte Rasmussen die Firma "Rasmussen und Ernst" ins Handelsregister der Stadt Chemnitz eintragen.

Im Jahre 1916/17 forschte Rasmussen im Auftrag des deutschen Heeres an einem Vielstofffähigen Vehikel dem Dampf Kraft Wagen.

Ungefähr gleichzeitig erwirbt die Firma die Rechte an einem Zweitakt-Kleinmotor von Raab und Rosemeyer, der zunächst mit 18ccm 0,25Ps als "Des Knaben Wunsch" und moderne Alternative zur Spielzeugdampfmaschine recht erfolglos vermarktet wird.

Das Werk zieht nach Zschopau, Chemnitz bleibt aber weiter Firmensitz.

Verkaufsschlager des Jahres 1921 ist der weiterentwickelte, vergrößerte und Serienreife 2 PS Fahrradhilfsmotor "Das Kleine Wunder" das mit dem Spruch "...fährt bergauf wie andere runter!" beworben wird. Die hohe Leistungsfähigkeit des Aggregates wurde durch die neuartige "Schnürle Umkehrspülung" die bei Deutz für Dieseltriebwerke entwickelt worden war ermöglicht. An dieser Technologie erwarb DKW frühzeitig die alleinigen Rechte für die Nutzung bei Benzinmotoren und vergab selbst wieder mit einem üppigen Gewinn Lizenzen an andere Hersteller.

Ab dem Jahre 1922 wurden in Zschopau Motorräder hergestellt. Außerdem stellte die Firma in Scharfenstein Kühlanlagen ("Das Kühl Wunder") her.

1932 bildet der Kleinwagenproduzent DKW mit der bereits 1929 erworbenen Oberklasse-Marke Audi, sowie den Herstellern von Luxusfahrzeugen Horch und Mittelklassewagen Wanderer die Auto Union. Der Verbund avanciert hinter Adler zum zweitgrößten deutschen Automobilproduzenten vor dem Krieg. Volumenmodelle waren die kleinen zweitaktenden Fronttriebler DKW F1-F8. Das Modell F9 mit dem legendären 3=6 Motor wurde zwar noch für 1940 angekündigt ging jedoch erst 1949 bzw. 1951 als Ifa F9 in der DDR und als DKW F91 in der BRD in Serienfertigung.


Nach dem Krieg wurde die Fusion von den Alliierten wieder rückgängig gemacht. Das Werk in Zschopau wurde in die IFA integriert. 1952 wurde der Firmenname DKW in MZ (Motorradwerke Zschopau) geändert. Rasmussen ging nach dem Krieg wieder nach Dänemark und baute dort Autos unter dem Namen DISA.

In Westdeutschland setzte DKW die Produktion ab 1949 von Kraftfahrzeugen zuerst in Ingolstadt mit dem DKW-Schnellaster und dem Motorrad RT125W und dann in Düsseldorf fort. (W steht für Westen, weil in Zschopau auch eine RT125 nach Vorkriegsplänen gebaut wurde) In Düsseldorf baute DKW unter dem Namen Auto Union Automobile. Zuerst entstanden noch Motorräder und Automobile mit Zweitaktmotoren unter dem Markennamen DKW. Mit dem Ende des Zweiradbooms Ende der fünfziger Jahre wurde die Motorradfertigung aufgegeben. Es entstanden aber noch Kleinmotorräder mit dem Namen DKW in der Zweiradunion.

1958 kaufte die Daimler-Benz AG die Auto Union. Autos entstanden bis Mitte der sechziger Jahre mit Zweitaktern unter dem Namen DKW. Aus marktechnischen Gründen (Zweitakter wurden als "Stinker" bezeichnet) wurde dann der Zweitakter fallen gelassen. Für die Bundeswehr wurde allerdings noch bis 1968 der Geländewagen DKW Munga gebaut. Aus dem letzten DKW mit Zweitaktmotor, dem F102, wurde dann der Audi F103 mit Viertakt-Mitteldruckmotor. Der Name DKW wurde von der Auto Union fallengelassen, da er für den Zweitaktmotor im PKW und im Motorrad stand. Die Volkswagenwerk AG übernahm im Dezember 1964 die Mehrheit der Gesellschafteranteile der Auto Union GmbH. Damit endete dann die Arbeit am Zweitaktmotor. Der letzte Zweitakt-DKW war der noch bis 1968 weiterproduzierte Munga.

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Kategorie:Automobilhersteller Kategorie:Motorradhersteller

See also: DKW, 1907, 1910er, 1921, 1922, 1932, 1949, 1952, 1958, 1964