Gas
thumb|right|230px|Gaskessel Gas bezeichnet einen der Aggregatzustände. Wie Flüssigkeiten sind Gase flüssig: sie haben die Fähigkeit zu fließen und widerstehen Deformation nicht, obgleich sie Viskosität haben. Anders als Flüssigkeiten besetzen Gase jedoch kein festgelegtes Volumen, daher dehnen sie sich aus und füllen nahezu jeden Raum aus.
Eine Substanz wird als „Gas“ im engeren Sinne bezeichnet, wenn sie bei einer Temperatur von 20 °C im gasförmigen Aggregatzustand vorliegt. Allgemeiner bezeichnet man auch den gasförmigen Zustand einer Substanz selbst als Gas, unabhängig von der Temperatur.
Der gasförmige Aggregatzustand zeichnet sich durch freie Beweglichkeit der einzelnen Substanzteilchen aus (kinetische Gastheorie). Dies bedeutet, dass ein Gas kompressibel ist, also sein Volumen dem herrschenden Druck anpasst.
Um eine möglichst große Menge an Gas in einen Behälter zu bringen, also eine hohe Dichte zu erhalten, wird das Gas stark komprimiert. Damit der Behälter dabei dem Gasdruck standhält, werden meist zylinderförmige oder kugelförmige Körper wie bei Gasflaschen, Gaskesseln oder ehemals Gasometern eingesetzt. Der Gasdruck selbst ist ein hydrostatischer Druck.
Gase füllen immer den gesamten zur Verfügung stehenden Raum vollständig aus, was darin begründet liegt, dass das Gesamtsystem den Zustand höchster Entropie anstrebt (zweiter Hauptsatz der Thermodynamik). Dieser Zustand entspricht einer statistischen Gleichverteilung der Gasmoleküle in diesem Raum.
Siehe auch: Ideales Gas, Reales Gas, Brandgase, Erdgas, Edelgas, Rauchgas, Vulkanisches Gas, Dampf, Knallgas, Luft, Liste der Dichte gasförmiger Stoffe
