H-2

Die H-2 ist eine japanische Trägerrakete. Trotz der Namensähnlichkeit zur H-1 stellte sie eine komplette Neuentwicklung dar. Die H-2 verfolgt ein ähnliches Konzept wie die Ariane 5: Während zwei Feststoffbooster für den nötigen Startschub sorgen, ist ein einzelnes Triebwerk für die Hauptbeschleunigung zuständig. Bei der H-2 handelt es sich dabei um das mit flüssigem Sauerstoff/Wasserstoff (LOX/LH2 = Liquid Oxygen/Liquid Hydrogen) und nach dem Hauptstromverfahren betriebene LE-7. Zusammen mit einer Zweitstufe ist die H-2 so in der Lage, bis zu 10 t Nutzlast in den Low Earth Orbit (LEO) zu transportieren. Obwohl die H-2 technisch auf dem neuesten Stand war, verhinderten hohe Startkosten und niedrige Zuverlässigkeit einen kommerziellen Erfolg, so dass die Produktion eingestellt und die H-2A entwickelt wurde.

H-2A

Um die H-2-Konstruktion auch kommerziell wettbewerbsfähig zu machen, mussten die Startkosten massiv gesenkt werden. Um dies zu erreichen, wurde das Konzept flexibler gestaltet. So ist es durch den Einsatz verschiedener Feststoffbooster (SRB oder SSB) bzw. Boostern mit Flüssigtreibstoffen (LRB) möglich, einen großen Nutzlastbereich abzudecken und die Kosten gering zu halten. Ebenso wurde das Design der bisher verwendeten Booster und die Tankkonstruktion vereinfacht. Die Rakete wird derzeit auf dem kommerziellen Markt angeboten, konnte allerdings bisher keine Startaufträge ergattern (Stand: April 2005).

Mögliche Boosterkombinationen:

Weblinks

See also: H-2, Ariane 5, Booster (Raketenantrieb), GTO, Geostationärer Satellit, Japan, Low-Earth-Orbit-Satellit, Nutzlast, Trägerrakete