Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW bzw. kfw) ist ein deutsches Kreditinstitut. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg am 16. Dezember 1948 mit dem Ziel gegründet, den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft zu finanzieren. Das Startkapital stammte vor allem aus Mitteln des Marshallplans.

Heute wird das Kapital der Kreditanstalt für Wiederaufbau zu vier Fünfteln von der Bundesrepublik Deutschland und zu einem Fünftel von den Bundesländern gehalten. Die Bundesrepublik haftet für alle Verbindlichkeiten und Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Die Bilanzsumme der KfW betrug 1980 ca. 28 Mrd. Euro, am 31. Dezember 2004 328,6 Mrd. Euro (für den Gesamtkonzern).

Neben der Durchführung von Förderprogrammen in Deutschland ist die KfW heute auch für die Finanzielle Zusammenarbeit (FZ) der Bundesrepublik Deutschland mit Entwicklungsländern zuständig. Sie ist dem Volumen nach das bedeutendste Instrument der Entwicklungszusammenarbeit. Im Jahr 2002 wurden der KfW aus dem BMZ-Haushalt 970 Mio. Euro für die FZ zugesagt. Seit der Wiedervereinigung ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau aufgrund der ihr dabei zugewachsenen Aufgaben beim Wiederaufbau der ostdeutschen Wirtschaft wieder stärker in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt.

Hauptstandorte der KfW sind Berlin, Bonn und Frankfurt am Main. Dort sind etwa 3.300 Mitarbeiter beschäftigt. In der KfW-Bankgruppe arbeiten ca. 3.800 Mitarbeiter (2003). Vorstand, Verwaltungsrat und ein Beratungsgremium für die Mittelstandsförderung sind Organe der KfW.

Aufgaben

In verschiedenen Förderprogrammen werden für zweckgebundene Finanzierungen Kreditmittel bereitgestellt. Dazu gehören

Geschichte

Die Bedeutung der Anstalt für den Wiederaufbau Deutschlands nach 1945 wird durch das Historische Archiv der KfW erforscht (KfW, Historisches Archiv, Charlottenstr. 33, 10117 Berlin).

Weblinks

See also: Kreditanstalt für Wiederaufbau, 16. Dezember, 1945, 1948, 1980, 2002, 2004, 31. Dezember, Berlin, Boden