Kot

Kot (lat. faeces) gehört mit Urin zu den Fäkalien und ist die meist feste Ausscheidung (Exkremente) des Darmes. Kot wird in der medizinischen Fachsprache auch als Stuhl und in der Kindersprache als Aa bezeichnet. Er ist im allgemeinen fest und stark riechend.

Es gibt zahlreiche Tiere, die sich vom Kot anderer Lebewesen ernähren (Koprophagie). Beispielsweise betrachtet der Haushund menschliche Exkremente als Leckerbissen und ist auf Grund seines Verdauungsapparates auch in der Lage, diese ernährungsphysiologisch sinnvoll zu verwerten. Durch bakteriellen Abbau der Exkremente (allgemein: von organischen Material) kann unter Licht- und Luftausschluss Biogas gewonnen werden, das durch Verbrennung des Hauptbestandteiles Methan in Energie umgewandelt wird. Daneben kann Kot auch als hochwertiger Dünger verwertet werden. Außerdem verwenden manche Völker Exkremente von z. B. Kamelen, Rindern, Ziegen als Brennstoff und Baumaterial.

Nähere Bestimmung

Kot besteht aus unverdaulichen Nahrungsrückständen, Wasser, Rückständen von Verdauungsenzymen und Bakterien.
Letztere sind beim Menschen:

Der unangenehme Geruch des Kots von Allesfressern rührt hauptsächlich von den Chemikalien Indol und Skatol her, die bei der Verdauung von Proteinen entstehen, sowie von Schwefelwasserstoff. Die gelb-braune Farbe des Kots stammt vom Sterkobilin, dem Abbauprodukt des Gallenfarbstoffs Bilirubin.

Obwohl Kot für die jeweilige Art kaum noch verwertbare Substanzen enthält, kann er für andere Lebewesen noch wertvolle Nährstoffe enthalten:

Wortumfeld

  1. "Scheiße!" ist im gesamten deutschen Sprachraum das weitest verbreitete Schimpfwort und wird alltäglich als Interjektion, in adverbialen oder adjektivischen Bestimmungen verwandt. Auch "Kacke!" und "Mist!", welche ebenfalls synonym für Kot stehen, werden häufig als Schimpfwörter verwendet.
  2. Die sexuelle Erregung und das Sich-Hingezogenfühlen zu menschlichen Fäkalien wird Koprophilie genannt.

See also: Kot, Adjektiv, Adverb, Allesfresser, Baumaterial, Bilirubin, Brennstoff, Candida, Darm, Enterobacter