Long Terminal Repeats

LTR-Elemente (long terminal repeats) sind in der Genetik Basensequenzen der DNA, die 8,5 % des menschlichen Gesamtgenoms ausmachen. Sie gehen zum Teil auf die Genome von integrierten Retroviren (HERV = human endogen retro virus) zurück und können die gewebespezifische Aktivität von Wirtsgenen steuern.

Inhaltsverzeichnis

Aufbau

LTRs enthalten alle Signalsequenzen, die zur Steuerung der Genexpression notwendig sind:

Funktionen

LTRs können die Transkription initiieren, verstärken und steuern. Sie bieten Bindungsstellen für Transkriptionsfaktoren, die für die Gewebespezifität verantwortlich sind. Sie können aber auch die Transkription terminieren.

Bedeutung

Auf Grund der repetitiven Sequenzen können LTRs leicht aus dem Genom herausgeschnitten, vermehrt und an beliebigen Stellen im Genom wieder integriert werden. Dadurch kann die Einfügung einer LTR-Sequenz die Aktivität der Gene in der Umgebung erhöhen oder senken, die Gewebespzeifität ändern oder durch alternatives Spleißen neue Genprodukte hervorbringen. Damit tragen sie erheblich zur genetischen Variabilität und damit zur Evolution der Organismen bei. Zur Zeit (2005) sind 20 Gene des Menschen bekannt, die durch virale LTRs kontrolliert werden. Insgesamt konnten mindestens 600000 retrovirale LTRs im menschlichen Genom gefunden werden.

Beispiele

See also: Long Terminal Repeats, Alternatives Splicing, Amylase, Bauchspeicheldrüse, Desoxyribonukleinsäure, Evolution, Fett, GRE, Gen, Genetik