Sai
framed|thumb|Zwei Sai Das Sai (jap. 釵) ist eine Waffe aus Okinawa, die unter anderem auch im Karate Verwendung findet. Die Jitte und das Manjisai sind Varianten des Sai.
Das Sai ist ähnlich aufgebaut wie eine Gabel, von daher liegt die Vermutung nahe, dass es sich hier um eine Weiterentwicklung von Heugabeln handelt. Die Mittelforke ist ca. doppelt so lang ist wie die beiden äußeren. Die Sai sind je nach Ausführung zwischen 30 cm und 40 cm lang und sind heute meist als verchromte oder mattschwarze Ausführung erhältlich, wobei noch zahlreiche weitere Ausführungen und Variationen der Waffe bekannt sind.
Die einzelnen Teile des Sai haben eigene Namen:
- Saki (Spitze)
- Monouchi (Körper) – der lange Schaft
- Moto (Zentrum) – Kreuz zwischen Körper und Griff
- Yoku (Flügel) – die Seitenschäfte
- Tsume (Flügelspitze)
- Tsuka (Griff)
- Tsuka-Gashira (Knauf)
Sai werden meist paarweise geführt, wobei hier verschiedene Grifftechniken Anwendung finden. Neben Block-, Schlag- und Stoßtechniken sind auch Klemmtechniken möglich. So kann ein Schwert abgefangen und mit einem platzierten Schlag unter Spannung gebrochen werden. Einzig das relativ hohe Gewicht der Sai mag sich in einem Kampf negativ auswirken.
Literatur
- Augusto Basile: Sai, Verteidigung mit der Waffe. Weinmann Verlag, 1999, ISBN 3-8789-2033-4
