Ärger
Ärger ist eine spontane, innere, emotionale Reaktion auf eine unangenehme Situation, eine Person oder eine Erinnerung.
Mit Ärger umschreibt man eine ganze Gruppe von unangenehmen Gefühlen, die sehr verschiedene Grade und Deutlichkeit haben können. Die stärkste Form ist die Wut (auch Rage), welche dem Gegenüber selten verborgen bleibt (außer evtl. die ohnmächtige Wut).
„Sanftere“ Formen des Ärgers sind zum Beispiel Unbehagen, Missmut usw.
Man kennt im wesentlichen sechs Gefühlsgruppen:
- Freude (bzw. freudige, "helle" Gefühle)
- Trauer (eventuell als „dunkle“ Gefühle bezeichnet)
- Angst
- Ärger
- Scham
Diese Emotionen sind als innere Reaktionen zunächst spontan und in aller Regel unvermeidbar. Sie sind als solche weder gut noch schlecht (siehe beispielsweise Kommunikationsforschung, Schulz von Thun usw.) – also nicht moralisch zu werten.
Dennoch sehen viele Menschen die Wut als verwerflich (unmoralisch) an.
Moralisch wertbar sind jedoch erst
- Tätigkeiten oder Reaktionen, die man bewusst (oder wenigstens nicht zwangsläufig) setzt:
- zum Beispiel im Ärger, der Wut handgreiflich werden,
- oder überhaupt der Umgang mit den Gefühlen:
Die Wut ist eine der Wurzeln der Sieben Todsünden des katholischen Christentums.
