Abendlied
Das Abendlied ist eine Gedichtform, die von einem melancholischen Ton geprägt ist. Themen von Abendliedern sind eine Beschreibung der Schönheit von Mond und Sternen, typische Flora und Fauna (Lerche, Wald), die Bitte an Gott um Vergebung und seinen Segen für die Nacht.
Abendlieder wurden oft vertont, die einfacheren Texte fanden als Gute-Nacht-Lieder Verbreitung.
Bekannte Abendlieder
- Das "Nunc dimittis"
- Die Bitte der Emmaus-Jünger "Bleib bei uns, denn es will Abend werden" (Luk. 24,29), vertont von
- Josef Rheinberger als "Abendlied" op.69, Nr. 3
- Albert Thate als Kanon
- Gen Rosso ("Resta con noi")
- "Abendlied" von Johann Wolfgang von Goethe ("Über allen Gipfeln ist Ruh")
- Abendsegen aus der Oper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck
- "Abendlied" von Gottfried Keller ("Augen, meine lieben Fensterlein")
- "Abendlied an die Natur" von Gottfried Keller ("Hüll' ein mich in die grünen Decken")
- "Abendlied" von Ludwig Achim von Arnim ("Nun lasst uns singen das Abendlied")
- "Abendlied" von Matthias Claudius ("Der Mond ist aufgegangen"), vertont von
- "Abendlied eines Bauersmanns" von Matthias Claudius ("Das schöne große Tag-Gestirne")
- "Abendlied" von Annette von Droste-Hülshoff ("Der Tag ist eingenickt")
- "Abendlied" von Paul Gerhardt, vertont von Heinrich Isaac ("Nun ruhen alle Wälder")
- "Abendlied" von Georg Trakl ("Am Abend, wenn wir auf dunklen Pfaden gehn")
- "Abendlied wenn man aus dem Wirtshaus geht" von Johann Peter Hebel ("Jetzt schwingen wir den Hut")
- "Abendlied" von Louise Henzel, vertont von Friedrich Silcher ("Wie könnt ich ruhig schlafen in dunkler Nacht")
- "Abendlied" von Friedrich Rückert ("Ich stand auf Berges Halde")
- "Abendlied" von Johann Heinrich Voß ("Das Tagewerk ist abgethan")
- "Abendlied" von Wolfgang Borchert ("Warum, ach sag, warum geht nun die Sonne fort?")
- "Fremdlings Abendlied" von Georg Philipp Schmidt von Lübeck ("Ich komme vom Gebirge her")
- "Abendlied" von Johann Gottfried Herder ("Und wenn sich einst die Seele schließt")
- "Abendlied zu Gott" von Joseph Haydn Hob XXVc:9
- "Abendlied" von Ernst Moritz Arndt ("Der Tag ist nun vergangen")
- "Abend wird es wieder" von Hoffmann von Fallersleben, vertont von Christian Heinrich Rinck
- "Guten Abend, gut Nacht", vertont von Johannes Brahms
- "Guter Mond, du gehst so stille"
- "Wer hat die schönsten Schäfchen" von Hoffmann von Fallersleben, vertont von Johann Friedrich Reichardt
- "Ade zur guten Nacht", Volkslied
- "Der Mond ist aufgegangen" von Matthias Claudius, Melodie von Johann Abraham Peter Schulz, 1790
- "Die Blümelein, sie schlafen", Text und Melodie von Wilhelm Florentin von Zuccalmaglio
- "Kein schöner Land in dieser Zeit", Text und Melodie von Wilhelm Florentin von Zuccalmaglio
- "Nun ruhen alle Wälder" von Paul Gerhardt, Melodie: unbekannter Komponist des 15. Jahrhunderts
- "Nun sich der Tag geendet" von Gerhard Tersteegen
- "Weißt du, wieviel Sternlein stehen" von Wilhelm Hey
Parodien
- "Abendlied des Kammervirtuosen" von Erich Kästner ("Du meine neunte Sinfonie!")
Besonders häufig wurde das bekannte Abendlied von Matthias Claudius "Der Mond ist aufgegangen" (1779), welches er selbst nach Paul Gerhardts "Nun ruhen alle Wälder" (1647 oder 1648) verfasste, parodiert.
z.B.:
- "Variation auf „Abendlied“ von Matthias Claudius" (1961) von Peter Rühmkorf
- "Abendlied 2001" von Jan Drewitz
Siehe auch
- Arbeiterlied
- Kinderlied
- politisches Lied
- Wanderlied
