Abfluss

Abfluss ist in der Hydrologie die Wassermenge, die ein vorgegebenes (Einzugs-)Gebiet innerhalb einer bestimmten Zeiteinheit verlässt. Verglichen mit Strom entspricht der Abfluss der Stromstärke.

Es wird unterschieden zwischen oberirdischem Abfluss (Abfluss im engeren Sinne) und unterirdischem Abfluss (Grundwasserabstrom).

Der oberirdische Abfluss wird meist nur indirekt als Wasserstand an einem Pegel erfasst, da die Abflussmessung zum Teil recht schwierig ist, da man nicht nur das Gewässerprofil (Querschnitt), sondern auch die Fließgeschwindigkeit an jedem Punkt des Querschnitts messen müsste. Allerdings gibt es Verfahren, den Abfluss als Durchfluss direkt zu messen, z.B. magnetisch induktiv. Ist dies bei verschiedenen Wasserständen geschehen und ändert sich das Gewässerprofil nur unwesentlich, so lässt sich daraus eine Abflusskurve bzw. Pegelrelation berechnen, die in direktem Verhältnis zum Wasserstand steht und somit eine indirekte Messung über den Wasserstand ermöglicht.

Infolge des Gewässerquerschnitts ergibt sich meist eine logarithmische Kurve, die anzeigt, dass der Wasserstand bei steigendem Abfluss immer langsamer zunimmt.

Durch diesen Umstand wird bei einem Höchsthochwasser die Abflussschätzung sehr ungenau. Zudem sind in diesem Bereich bedingt durch die Seltenheit eines solchen Ereginisses meist nur sehr wenige exakte Messungen vorhanden. So ist der exakte Abfluss der Jahrhundertflut 2002 in Dresden noch immer nicht genau bekannt.

Siehe auch: Zufluss, Abflussbeiwert, Fließgeschwindigkeit

See also: Abfluss, Abflussbeiwert, Abflusskurve, Dresden, Durchfluss, Elektrischer Strom, Grundwasser, Hydrologie, Jahrhundertflut, Logarithmus