Abov
Abov (deutsch Abaujwar oder (Abau-)Neuburg, ungarisch Abaúj, lateinisch comitatus Abaujvariensis) ist der Name einer Landschaft in der Slowakei und gleichzeitig der Name einer historischen Verwaltungseinheit (Gespanschaft/Komitat) im Königreich Ungarn.
Das Gebiet liegt jeweils etwa zur Hälfte in der heutigen Ostslowakei und dem nordöstlichen Ungarn, der slowakische Name Abov wird jetzt als inoffizielle Bezeichnung für dieses Gebiet verwendet.
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Lage
Das bis 1882 in dieser Form bestehende Komitat grenzte im Norden an das Komitat Scharosch, im Osten und Süden an das Komitat Semplin, im Südwesten an das Komitat Borschod, im Westen an das Komitat Tornau und im Nordwesten an das Komitat Zips.
Das Gebiet erstreckte sich zirka 20 Kilometer beidseitig entlang des Flusses Hernad/Kundert (slowakisch Hornád, ungarisch Hernád) zwischen Košice (deutsch Kaschau, ungarisch Kassa) und Miskolc (slowakisch Miškovec; nicht mehr dazugehörend).
Verwaltungssitz
Ursprünglich befand sich der Verwaltungssitz des Komitates in Forró, danach haben sich die Verwaltungssitze oft geändert, ab dem späten 16. Jahrhundert war der Verwaltungssitz in Gönc und ab det Mitte des 17. Jahrhunderts dann in Košice.
Geschichte
Das Komitat entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts aus dem comitatus Novi Castri (benannt nach der Burg Abaújvár, lateinisch Novum Castrum), welches auch die später daraus entstandenen Komitate Scharosch und Hewesch umfasste und seinen Sitz in der Burg Novum Castrum hatte.
Seit 1882 (vorübergehend auch schon 1785-1790 und 1848-1859) war das Komitat dann mit dem westlich gelegenen Komitat Tornau zum Komitat Abaujwar-Tornau vereinigt.
Siehe auch
- Liste traditioneller Regionen der Slowakei
- Liste der Komitate Ungarns
- Verwaltungsgliederung der Slowakei
