Halde


thumb|300px|Abraumhalde des Tagebaus Ilse bei Großräschen

Eine Halde (mhd. halde, ahd. halda Abhang) oder Abraumhalde bezeichnet im Bergbau einen aus dem Abraum künstlich aufgeworfenen Hügel. Mit den Aufschüttungen entledigt man sich des wertlosen Materials, das beim Abbau von Rohstoffen anfällt. Für Abfälle wird umgangssprachlich das Wort Müllhalde verwendet (siehe Deponie).

Viele Halden erreichen zum Teil beachtliche Höhen. Halden, die nicht weiter wachsen, begrünen sich mit der Zeit von selber. Andere werden in landschaftsplanerischen Maßnahmen gezielt renaturiert (siehe Halde Haniel). Zahlreiche solcher Halden aufgrund von Steinkohleabbau, die sogenannten Bergehalden, befinden sich in Alsdorf und Eschweiler im Kreis Aachen sowie im Ruhrgebiet. siehe hierzu: Grube Anna (Alsdorf) und Eschweiler Bergbau


Sich etwas "auf Halde" legen oder haben ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine längerfristige Vorrats- oder Lagerhaltung, von der nicht abgesehen werden kann, wie lange sie dauern wird.

In der Informatik wird eine Datenstruktur als Halde bezeichnet, siehe Heap (Datenstruktur).

Siehe auch: Senke Bergehalde

See also: Halde, Abraum, Alsdorf (Rheinland), Althochdeutsch, Bergbau, Bergehalde, Bergehalden, Datenstruktur, Deponie, Eschweiler (Rheinland)