Adam Friedrich von Seinsheim

Adam Friedrich von Seinsheim (* 16. Februar 1708 in Regensburg; † 1779) war Fürstbischof von Würzburg und Bamberg.

Seinsheim, ein Neffe mütterlicherseits zu den (Fürst-)Bischöfen Franz Georg von Schönborn, Friedrich Carl von Schönborn, Hugo Damian von Schönborn und Johann Philipp Franz von Schönborn, studierte in Salzburg Philosophie, in Rom Theologie und in Leiden Jura. Bereits sein Würzburger Onkel Friedrich Carl zog ihn zu diplomatischen Aufgaben hinzu.

1755 wurde Seinsheim zum Fürstbischof von Würzburg gewählt und zwei Jahre später auf Habsburgs Druck hin auch in Bamberg. Außenpolitisch unterstützte er das Kaiserhaus und schloß im Siebenjährigen Krieg ein Bündnis mit Österreich. In der Folgezeit fielen preussische Truppen mehrfach in beiden Hochstiften ein.

Die Finanznöte seiner Kirchenstaaten konnte er trotz einer Lotterie und eines neuen Steuersystems nicht wirklich beheben. Er förderte aber den Verkehrswegebau und die Mainschiffahrt.

Als Förderer des Wallfahrtswesens ließ er die Basilika Vierzehnheiligen vollenden und einweihen. Im Jahre 1773 erhob er die Academica Ottonia in Bamberg zur Universität - Ausdruck seiner aufklärerischen Gesinnung auf dem Thron der Herzöge von Franken.

Als Bauherr gilt er als Vollender der letzten Bau- und Ausstattungsphase der riesigen Würzburger Residenz, in welcher er eine glänzende Hofhaltung pflegte und die später von Napoleon Bonaparte als Europas größtes Pfarrhaus bezeichnet wurde.

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Personendaten
Seinsheim, Adam Friedrich von
Fürstbischof von Würzburg und Bamberg
16. Februar 1708
Regensburg
1779

See also: Adam Friedrich von Seinsheim, 16. Februar, 1708, 1755, 1757, 1773, 1779, Bamberg