Adolph Lowe

Adolph Lowe (* 1893 in Stuttgart; † 1995 in Wolfenbüttel; gebürtig Adolph Löwe) war ein deutscher Soziologe und Nationalökonom.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Adolph Lowe (vormals Löwe) lehrte von 1926 bis 1933 zunächst Wirtschaftstheorie und Soziologie an der Universität Kiel und dann politische Ökonomie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main, wo er mit Max Horkheimer und Theodor Adorno in Kontakt kam. In den 1920er Jahren war er überzeugter Sozialdemokrat und Anhänger des religiösen Sozialismus. Ab 1922 arbeitete er im Wirtschaftsministerium der Weimarer Republik. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte er zunächst nach England und unterrichtete von 1933 bis 1940 in Manchester, bis er dann trotz seiner Einbürgerung als "feindlicher Ausländer" ausgewiesen wurde und nach New York ging. Dort lehrte er von 1941 bis 1963 Soziologie an der New School for Social Research, an der viele andere europäische Emigranten wie Hans Staudinger, Frieda Wunderlich, Hannah Arendt, Hans Jonas, Max Wertheimer, Erich von Hornborstel, Arthur Feiler, Franco Modigliani, Hans Speier, Emil Lederer und Alfred Schütz sowie seine Kollegen der Kieler Schule lehrten und arbeiteten. Im dortigen "Institute of World Affairs" arbeitete er verhaltenswissenschaftlichen Wirtschaftstheorie, die als Brücke zwischen Soziologie und Wirtschaftswissenschaft dienen kann. 1983 kehrte er schließlich nach Deutschland zurück, wo er dann 102-jährig starb.

Werke

Literatur

Claus-Dieter Krohn, Der Philosophische Ökonom
Zur intellektuellen Biographie Adolph Lowes
240 Seiten, Mai 1996
ISBN 3-89518-081-5

Weblinks

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Personendaten
Lowe, Adolph
Löwe, Adolph
deutscher Soziologe und Nationalökonom
1893
Stuttgart
1995
Wolfenbüttel

See also: Adolph Lowe, 1893, 1922, 1926, 1933, 1935, 1937, 1940, 1941