Adygeja
| Adygeja | |
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| Bild nicht gefunden Flagge | |
| 200px|thumb|center|Lage in Russland | |
| Staat: | Russland |
| Föderationskreis: | Südrussland |
| Fläche: | 7.800 km² |
| Einwohner: | 448.000 |
| Hauptstadt: | Maikop |
| Bevölkerungsdichte: | 57 Einwohner/km² |
| Kfz-Kennzeichen: | 01
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Das im Nordkaukasus gelegene Adygeja ist seit 1991 eine kleinere Republik im südlichen Teil des europäischen Russland.
| Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Adygeja ist eine sehr kleine Republik Russlands. Sie ist völlig von der Region Krasnodar umgeben und liegt nahe der Küste zum Schwarzen Meer, zu dem es selber jedoch keinen Zugang hat.
Bevölkerung
Die namensgebenden Adygejer, die eigentlich Tscherkessen sind, nehmen nach der Volkszählung 2002, bei der die Republik 447109 Einwohner hatte, nur 36,4% der Bevölkerung ein. Die Mehrheitsbevölkerung bilden mit 52% die Russen. Weitere bedeutende Volksgruppen sind mit 15268 Personen (= 3,41 %) die Armenier und 9091 (= 2,03 %) Ukrainer. Amtssprachen sind Tscherkessisch und Russisch. Die Tscherkessen sind mehrheitlich Moslems.
Städte
Die größten Ortschaften in der Republik sind Maikop, Jablonowski, Enem und Giaginskaja.
Geschichte
Die Gegend nördlich des Schwarzen Meers wurde an den Küsten bereits im 6. Jahrhundert von Byzanz aus christianisiert. Im Verlauf der nächsten Jahrhunderte trat dann auch der Rest der Tscherkessen nominell zum Christentum über. Dies geschah trotz der Herrschaft der Chasaren, deren Führung Juden waren. Die Genuesen bauten mehrere Handelsplätze und Festungen in der Region der Tscherkessen. Nach dem Fall von Konstantinopel suchten die Tscherkessen Hilfe bei den Russen, um sich gegen das Chanat der Krim-Tataren wehren zu können. Da russische Hilfe ausblieb, trat die große Mehrheit der Adygejer ab dem 16. Jahrhundert zum Islam über. Dies, um nicht länger als Sklaven im Orient verkauft zu werden.
Das Gebiet der Tscherkessen wurde erst im 19. Jahrhundert von den Russen erobert, viele wanderten damals aus. Im Gegensatz zu den meisten anderen Republiken war Adygeja zu Zeiten der Sowjetunion keine Autonome Sowjetrepublik (ASSR), sondern eine Autonome Region. Mit Auflösung der UdSSR 1991 wurden sie zur Republik erhoben. Staatschef ist seit dem 8. Februar 2002 Chasrat Sowmen, Regierungschef seit dem 6. März 2002 Nikolai Demschuk.
Wirtschaft
Die Republik ist landwirtschaftlich geprägt, dementsprechend nimmt auch die Lebensmittelverarbeitung bei der Industrie die erste Stelle ein. Ein weiterer wichtiger Zweig ist die Holzindustrie.
