AEG
Diese Seite befasst sich mit dem Unternehmen AEG. Für weitere Bedeutungen dieser Abkürzung siehe AEG (Begriffsklärung).
Die AEG (Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft) war ein deutsches Industrieunternehmen.
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Geschichte
Die Gesellschaft verdankt ihre Entstehung dem langjährigen Generaldirektor Emil Rathenau, der 1883 die Patente an den Erfindungen Thomas Alva Edisons zu Glühlampen für Deutschland erwarb und dazu in Berlin eine kleine Studiengesellschaft gründete. Diese Gesellschaft wurde noch im gleichen Jahr zur Deutschen Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität erweitert. 1887 nahm die Gesellschaft dann den Namen Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft an, abgekürzt A.E.G. Von 1883 bis 1889 war der Münchener Ingenieur und Kraftwerkspionier Oskar von Miller, der spätere Gründer des Deutschen Museums weiterer Direktor.
Die Tätigkeit der Gesellschaft erstreckte sich bald auf alle Gebiete der Starkstromtechnik, insbesondere auf die elektrische Beleuchtung, die elektrische Kraftübertragung, elektrische Bahnen, elektrochemische Anlagen, außerdem auf den Bau von Dampfturbinen, Automobilen, Kabeln und Leitungsmaterialien. In den ersten Jahrzehnten besaß die Gesellschaft zahlreiche Fabriken in und um Berlin:
- Maschinenfabrik (Dynamomaschinen, Elektromotoren, Transformatoren)
- Apparatefabrik (Bogenlampen, Ausschalter, Sicherungen, Widerstände, Regler, Anlasser, Meßinstrumente aller Art)
- Kabelwerk (Kupfer- und Metallwerk, Gummifabrikation, Mikanitfabrik)
- Glühlampenfabriken (Kohlefaden- und Metallfadenglühlampen, Nernst-Lampen)
- Turbinenfabrik (Dampfturbinen)
Für die Funkentelegraphie wurde eine eigene Gesellschaft gegründet, der auch Siemens & Halske ihre Patente übertragen haben. Aus der AEG wurden seinerzeit die Berliner Elektrizitätswerke gegründet, deren Ausrüstung natürlich von der Gründerfirma gestellt wurde.
Tabellarische Übersicht
- 1903 Die bisher andauernden Streitigkeiten um Patente mit Siemens, werden durch die gemeinsam mit Siemens gegründete Gesellschaft für drahtlose Telegraphie System Telefunken beendet.
- 1910 Einstieg in den Flugzeugbau mit der Abteilung Flugzeugbau in Hennigsdorf bei Berlin.
- 1935 werden die Borsig Lokomotiv-Werke übernommen, deren Lokomotivbau dann nach Hennigsdorf verlagert wird.
- 1945 Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Fabriken in West-Berlin, Nürnberg, Stuttgart und Mülheim an der Ruhr wieder aufgebaut und weitere neue Werke errichtet. Das Werk in Hennigsdorf wird zum Volkseigenen Betrieb Lokomotivbau Elektrotechnische Werke (LEW).
- 1969 Fusion mit Telefunken zur AEG-Telefunken.
- 1985 Übernahme durch die Daimler-Benz AG, Name wieder AEG.
- 1992 Fusion mit LEW Hennigsdorf, woraus die AEG Schienenfahrzeuge GmbH Hennigsdorf entsteht.
- 1995 Die AEG Schienenfahrzeuge GmbH Hennigsdorf geht in die ABB Daimler Benz Transportation (Adtranz) und mit dieser 2001 in die Bombardier Transportation über.
- 1996 Aufspaltung in selbständige Unternehmen. Die AEG hört auf zu existieren, aber ihre Marken und Namen finden durch neue Lizenznehmer weiter Verwendung.
- 2004 (Juni) Erwerb der globalen Markenrechte an der Marke AEG für alle Produktgruppen durch die Electrolux-Gruppe. Voreigentümer war die EHG Elektroholding GmbH, eine Tochtergesellschaft der DaimlerChrysler-Gruppe.
Flugzeugbau
Im Jahre 1910 gründete die AEG die Abteilung Flugzeugbau. Das erste Flugzeug war ein reiner Holzbau nach dem Vorbild des Doppeldeckers der Gebrüder Wright. Ab 1911 wurden dann die Flugzeuge in Gemischtbauweise aus Holz und Stahlrohr mit Stoffbespannung gebaut.
Siehe auch: Liste von AEG-Flugzeugtypen
Weblinks
- http://www.aeg.de
- http://www.aeg-hausgeraete.de
- http://www.electrolux.com
- http://www.schoene-aktien.de/infoaeg_alte_aktien.html
