Aermacchi
Die Firma Aermacchi ist ein italienischer Flugzeughersteller mit Sitz in Varese. Sie ist einer der führenden Hersteller von Luftfahrttechnik in Italien. Zeitweise wurden auch Motorräder hergestellt.
Flugzeuge
Die Wurzeln der Firma gehen in das Jahr 1913 zurück als Nieuport Macchi gegründet wurde, sich jedoch schnell in Aeronautica Macchi umfirmierte. Sie stellt seit Anbeginn Flugzeuge her. Während des ersten Weltkrieges lieferte die Aeronautica die meisten Flugzeuge der italienischen Streitkräfte, sowohl die Landvarianten, als auch die Seeflugzeuge.
Man begann bald nach dem Krieg mit der Umwandlung militärischer Flugzeuge in zivile Typen, die für den Passagier- oder Frachttransport benutzt werden konnten.
Auch begann man mit der Herstellung von Rekordflugzeugen. Die Entwicklung endete 1931 mit der Macchi MC.72, dem seinerzeit schnellsten Flugzeug, das über 700 km/h erreichte. Chefentwickler war Mario Castoldi, auf den auch die Typenbezeichnung MC zurückgeht.
Während des 2. Weltkrieges lieferte Aermacchi die Jagdflugzeuge Macchi MC.200, Macchi MC.202 and Macchi MC.205, die von der italienischen Luftwaffe an allen Fronten eingesetzt wurden, jedoch anfangs unter den schweren Sternmotoren litten.
Mitte der 1950er Jahre wurde die Wende zum Düsenflugzeug mit der Aermacchi MB-326 eingeläutet. Dieser einmotorige Trainer, der ab 1961 zur Truppe ausgeliefert wurde, war die mit über 800 Exemplaren für 12 Kunden außerordentlich erfolgreich. Auch der Nachfolger, die Aermacchi MB-339 wurde mit 200 Exemplaren und 9 Kunden, ein Geschäftserfolg und wird heute noch produziert. Er ist auch geeignet um zum Beispiel Piloten für den Eurofighter zu trainieren.
Aermacchi übernahm das Programm von SIAI Marchetti und damit auch den Erfolgstyp SF.260. Damit ist Aermacchi in der Lage für alle Phasen der Pilotenausbildung ein entsprechendes Trainingsflugzeug anzubieten.
Motorräder
thumb|Aermacchi Motorrad, von Harley-Davidson in den USA vertrieben 1948 begann man in einem Zweigwerk in Mailand mit der Produktion von Motorrädern. Zunächst baute man einen einfachen Typ mit einem 123 cm² 2-Takt-Motor, dem jedoch bald neue Maschinen mit ohv-Motoren folgten. 1960 ging die Motorradabteilung von Aermacchi in den Besitz von Harley-Davidson über. Man entwickelte weiter sehr erfolgreich Rennmaschinen, so auch 2-Zylindermotoren für die 250 cm², 350 cm³ und 500 cm³ Klasse. Walter Villa wurde 1973 und 1974 Motorradweltmeister in der 250 cm²-Klasse auf so einer Maschine. Schließlich wurde das Werk 1978 an Cagiva verkauft.
