Affine Geometrie

Die affine Geometrie ist eine Verallgemeinerung der Euklidischen Geometrie, in der zwar das euklidische Parallelenaxiom gilt, aber Abstand und Winkel keine Bedeutung haben.

Im Sinne des Erlanger Programms von Felix Klein wird die affine Geometrie als Inbegriff der unter affinen Abbildungen invarianten geometrischen Eigenschaften eingeführt.

Inhaltsverzeichnis

Definition

Von einer affinen Geometrie spricht man, wenn man eine Menge von Punkten \mathfrak{P}, eine Menge von Geraden \mathfrak{G}, eine Inzidenzrelation I zwischen \mathfrak{P} und \mathfrak{G} sowie eine Parallelitätsrelation \| auf \mathfrak{G} gegeben hat, und folgende Axiome erfüllt werden:

Schreib- und Sprechweise

Beispiele

Alle durch Vektorräume erzeugte affine Geometrien erfüllen den großen affinen Satz von Desargues. Es gibt aber auch affine Geometrien, die nicht den großen affinen Satz von Desargues erfüllen, sie können mithin nicht durch einen Vektorraum erzeugt werden. Ein Beispiel hierzu ist die

Hat die affine Geometrie mehr als zwei Dimensionen, so wird der große affine Satz von Desargues immer erfüllt, trivialerweise auch, wenn die affine Geometrie weniger als zwei Dimensionen hat. Der große affine Satz von Desargues ist mithin nur für affine Ebenen von Bedeutung.

Literatur

See also: Affine Geometrie, Affine Abbildung, Affiner Raum, Erlanger Programm, Euklidischen Geometrie, Felix Klein, Invarianz (Physik), Körper (Mathematik), Parallelenaxiom, Relation (Mathematik)