Agaven
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| none|300px|Agavenbluete | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Agave | ||||||||||||
| Linnaeus 1753 | ||||||||||||
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thumb|right|210px|Agave americana, blühende Pflanzen thumb|right|210px|Sisal-Plantage (Agave sisalana) Die Agaven (Agave) stellen eine artenreiche (mit 200 bis 300 Arten) Gattung innerhalb der Pflanzenfamilie der Agavengewächse (Agavaceae) dar. Es handelt sich dabei um sehr gut an trockene Standorte angepasste Pflanzen (Xerophyten), die zu den Sukkulenten gezählt werden. Sie sind typische Bewohner der Trocken- und Wüstengebiete im westlichen Nordamerika sowie in Mittelamerika und dem nördlichen Südamerika, die meisten Arten leben in Mexiko.
Der Name Agave leitet sich ab vom griechischen agauos das bedeutet König, Held, Adliger.
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Beschreibung
Die Pflanzen sind große Rosetten aus meistens dickfleischigen Blättern. Die Blätter enden meistens in einer sehr harten und scharfen Spitze und besitzen meistens am Rand harte Dornen, sie sind also bewehrt. Die Sprossachse ist im allgemeinen sehr kurz (gestaucht), so dass die Blätter nahe des Bodens entspringen. Agaven wachsen nur sehr langsam und bilden nur einmal nach ein paar Jahren (oder vielen Jahrzehnten) Lebenszeit Blütenstände aus, diese werden, je nach Art, bis zu 10 Meter hoch und entstehen im Zentrum der Pflanze. Die Blüten, die zahlreich an jedem Blütenstand gebildet werden, sind wie bei allen Einkeimblättrigen dreizählig. Viele Agavenarten werden von Fledertieren bestäubt, bei anderen Arten sorgen Insekten für die Bestäubung. Aus den Blüten entwickeln sich die Früchte (Kapseln) der Agave in denen jeweils hunderte Samen sind. Die Pflanze selbst stirbt nach der Blüte und Bildung der Samen ab. Die alte Pflanze bildet allerdings Seitentriebe, die dann zu neuen Agaven werden (Vegetative Vermehrung). Die Anzahl der Jahre, die die Pflanze bis zur Blüte lebt, hängt von verschiedene Faktoren ab, vor allem von der Art, aber auch von der Beschaffenheit des Bodens sowie Klimaverhältnissen.
Wirtschaftliche Nutzung der Agaven
Nahrungsmittel
Aus dem Pflanzensaft verschiedener Agavearten (ca. 17 verschiedene Arten) gewinnen die Mexikaner ihr Nationalgetränk, das Pulque. Wenn die Blütenstände gebildet werden, werden diese schon im knospigen Zustand abgeschnitten und im "Herz" der Agave tritt dann Pflanzensaft aus. Dieser Saft wird abgeschöpft und dann fermentiert (vergoren). Durch die Destillation des Pulque wird der bekannte Mezcal gewonnen. Tequila, ein Mezcal aus der Umgebung der Stadt Tequila wird ausschließlich aus der Blauen Agave (Agave tequilana) gewonnen und ist der bekannteste Schnaps Mexikos.
Außerdem ist der Agavendicksaft beliebt als Alternative zum Zucker, der auch für Diabetiker geeignet ist, da er viel Fructose enthält.
Fasern
Die Blätter einiger Arten sind sehr faserig und können so zur Gewinnung von Pflanzenfasern genutzt werden. Hierzu gehören vor allem der Sisalhanf (Agave rigida var. sisalana), der Falsche Sisalhanf (Agave decipiens) und die Kantala (Agave cantala) (mittlerweile hauptsächlich in Indonesien und auf den Philippinen). Doch auch die Amerikanische Agave wird auf diese Weise in Mexiko, den USA und mittlerweile auch in Südeuropa genutzt. In Indien wird die Amerikanische Agave vor allem als Begrenzung entlang von Bahnlinien angepflanzt.
thumb|right|210px|Agave americana Marginata, eine panaschierte Sorte, also mit bunten Blättern
Die Amerikanische Agave als Zierpflanze
Die bekannteste Agavenart ist die Amerikanische Agave (Agave americana), welche im tropischen Bereich Mittelamerikas lebt und auch als "Amerikanische Aloe" bezeichnet wird, obwohl sie mit den Aloe-Arten nicht verwandt ist. Die Mexikaner nennen sie "Maguey".
Die Amerikanische Agave wurde in Mitteleuropa etwa in der Mitte des 16. Jahrhunderts eingeführt und wird heute häufig als Zierpflanze aufgrund der einfachen Handhabung genutzt. Neben der Wildform wurden auch einige Zierpflanzenzüchtungen entwickelt, am verbreitetsten ist die Agave mit weißer oder gelblicher Zeichnung auf dem Blatt (Panaschierung: An einigen Stellen des Blattes fehlt das Blattgrün). Normalerweise werden die Agaven in große Töpfe gepflanzt und im Sommer nach draußen gestellt, im Winter müssen sie allerdings vor Frost bewahrt werden. Nach der Blüte sterben die Agaven ab. Doch im Laufe ihres Lebens und besonders bevor die Pflanze abstirbt bildet sie Seitentriebe und das ist dann die nächste Generation. Da oft viele Seitentriebe pro Mutterpflanze gebildet werden kann man die Agave so vermehren (Vegetative Vermehrung). Die panaschierten Sorten kann man nur vegetativ vermehren. Allerdings blüht sie in Mitteleuropa erst nach 50-60 Jahren.
Systematik
thumb|right|A. angustifolia Marginata, eine panaschierte Sorte, also mit bunten Blättern thumb|right|A. horrida, kleinere Art thumb|A. victoriae reginae thumb|right|A. lechuguilla,Art deren Blattränder glatt sind
Gattung Agaven (Agave): Auswahl an Arten:
- Amerikanische Agave (A. americana)
- A. angustifolia
- A. atrovirens
- A. attenuata
- Kantala (A. cantala)
- Falscher Sisalhanf (A. decipiens)
- A. echinoïdes
- A. filifera
- A. fourcroydes
- A. heteracantha
- A. horrida
- A. lecheguilla
- A. letona
- A. lopantha
- A. parryi
- A. parviflora
- A. potatorum
- Sisalhanf (A. rigida)
- A. saundersii
- Sisal (A. sisalana)
- A. sisalina
- A. stricta
- Blaue Agave (A. tequilana)
- A. utahensis
- A. victoriae-reginae
Weblinks
Umfangreiche englischsprachige Seite über Agaven Englischsprachige Seite über Agaven
