Agnès Sorel

Agnès Sorel (* zwischen 1422 und 1426, † 1449 an einer Quecksilbervergiftung) war die Mätresse des Königs Charles VII. von Frankreich.

Sie war eine einflußreiche Hofdame am französischen Königshof, an dem sie die Mode der unbedeckten Brust einführte, und die Mätresse des Königs Charles VII. Dessen Sohn, der spätere König Louis XI. verfolgte die Geliebte seines Vaters zeitlebens mit seinem Haß. Nach ihrem plötzlichen Tod geriet Louis daher auch sofort in den Verdacht, Agnès Sorel ermordet bzw. die Anweisung zu ihrer Ermordung gegeben zu haben. Bewiesen werden konnte diese These jedoch nicht.

Im Jahr 2004 wurde das Grab von Sorel geöffnet und kriminalistisch untersucht. Der Paläopathologe Philippe Charlier konnte zwar nachweisen, das Sorel an einer Quecksilbervergiftung starb, die Mordthese konnte aber auch durch diese Untersuchnung eindeutig nachgewiesen werden.

Charlier konnte nachweisen, daß die Sorel nach 3 Kindern erneut im 7. Monat schwanger war und an Wurmbefall litt. Da damals gegen Geburtsbeschwerden und Würmer die Quecksilberbehandlung üblich und die ungefährlichen Dosen bekannt waren, gehen die Ermittler davon aus, das Sorel absichtlich eine tödliche Dosis Quecksilber verabreicht wurde. Offiziell starb Sorel an Bauchfluß auf einer Reise zum König in die Normandie und wurde in Loches beigesetzt.

Anhand des im Grab gefundenen Schädels konnten die Experten der französischen Gendarmerie das Gesicht von Agnès Sorel rekonstruieren.
Nach Abschluß der Untersuchnungen wurden ihre Gebeine am 2. April 2005 in Anwesenheit von Vertretern des französischen Hochadels in der Stiftskirche von Loches erneut beigesetzt.

Nachkommen


Zu ihren Nachfahren zählen ua. der heutige Herzog von Orléans, Prinz Jacques von Frankreich sowie der Prinz Charles Emmanuel von Bourbon-Parma.

Sorel, Agnès Sorel, Agnès Sorel, Agnès Sorel, Agnès

See also: Agnès Sorel, 1422, 1426, 1449, 2. April, 2004, 2005, Frankreich, Gebeine, Gendarmerie