Agroforstwirtschaft

Agroforstwirtschaft (engl. Agroforestry) bezeichnet ein Produktionssystem, das sowohl mehrjährige Hölzer (z.B. Fruchtbäume, Palmen, Nutzhölzer) als auch einjährige landwirtschaftliche Nutzpflanzen auf derselben Fläche integriert. Wenn zusätzlich Tierhaltung auf derselben Fläche betrieben wird, spricht man von agrosilvipastorilen Systemen. Ein Beispiel dafür ist die Dehesa, ein System das Korkeichen, Schweinezucht und Feldbau kombiniert und in der Extremadura im Westen von Spanien weit verbreitet ist.

Agroforstwirtschaftliche Systeme werden insbesondere in Gebieten, die natürlicherweise von tropischem Regenwald bewachsen sind, als ökologisch vorteilhaft angesehen. Sie sind artenreich, stabilisieren den Wasserhaushalt und schützen den Boden vor Erosion. Allerdings ist die Vermarktung der Produkte aufgrund ihrer Vielfalt und der geringen Mengen oftmals schwierig, was die Wirtschaftlichkeit solcher Systeme beeinträchtigt.

Das World Agroforestry Center wurde 1978 (damals International Centre for Research in Agroforestry, ICRAF) gegründet um Forschung und Informationsaustausch zum Thema Agroforstwirtschaft zu fördern. Es verfolgt das Ziel, zu Armutsreduzierung und Ernährungssicherung durch ökologisch angepasste Produktionsweisen beizutragen.

Siehe auch: Permakultur, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Aufforstung

Weblinks

See also: Agroforstwirtschaft, 1978, Agroforestry, Aufforstung, Dehesa, Extremadura, Forstwirtschaft, Korkeiche, Landwirtschaft, Nutzholz