Saigō Takamori

thumb thumb|Statue von Saigō Takamori im Ueno Park (Nahaufnahme) thumb|Statue von Saigō Takamori im Ueno Park Saigō Takamori (jap. 西郷隆盛 Saigō Takamori; * 23. Januar 1828; † 24. September 1877) war einer der einflussreichsten Samurai in der japanischen Geschichte.

Er war der Sohn eines niederen Samurai. Nach einer militärischen und religiösen Ausbildung trat er in die Dienste von Shimazu Nariakira, dem lokalen Daimyō von Satsuma. Später gab man ihm das Kommando über 50.000 Samurai, einem großen Teil der kaiserlichen Armee.

Als ein Führer der kaiserlichen Truppen im Boshin-Krieg, in dem er über 50000 Samurai kommandierte, war Saigō einer der Hauptakteure während der Meiji-Restauration. Trotz seiner bescheidenen Herkunft wurde er Ratgeber und General im neuen Staat.

Saigō war ein Gegner der Modernisierung Japans und der Öffnung des Handels für den Westen. Er bestand 1873 jedoch darauf, dass Japan versuchen sollte Korea zu annektieren, bevor der Westen sich über dessen Potential klar wurde. Da die anderen Führer der Restauration (unter anderem auch Ōkubo Toshimichi) jedoch gegen diese Pläne waren, legte Saigō seine Ämter nieder und kehrte zurück in seine Heimatstadt Kagoshima.

Kurz darauf gründete er eine Privatschule in Kagoshima für treue Samurai die ebenso ihre Ämter niedergelegt hatten um ihm nach Tokio zu folgen.

Im Jahre 1877, revoltierten sie unter der Führung von Saigō in der Satsuma-Rebellion gegen die Regierung, die die Rechte der Samurai, unter anderem auch das Recht Schwerter zu führen stark beschnitten hatte. Der kaiserliche Palast hatte eine neue Armee aufgestellt und diese mit modernen Waffen ausgerüstet. Die Samurai, ausgerüstet mit traditionellen Waffen, konnten die kaiserliche Armee erfolgreich für mehrere Monate in Kämpfe verwickeln. Während der Schlacht schwer an der Hüfte verletzt, bat Saigō einen Kameraden ihn zu enthaupten um seine Gefangennahme und somit Entehrung zu verhindern. Legenden und Kunstwerke stellen Saigō dar wie er Seppuku begeht, obwohl Autopsien und zeitgenössische Berichte dies widerlegen.

Zahlreiche Legenden rankten sich um Saigō, viele darunter bestreiten seinen Tod. Viele Japaner erwarteten seine Rückkehr aus Indien oder dem Kaiserreich China oder das er zusammen mit dem russischen Kronprinzen zurücksegelt um das Unrecht zu bekämpfen. Unfähig die Zuneigung des Volkes für diesen Kämpfer für die Tradition zu brechen, erkannte die Meiji-Regierung am 22. Februar 1889 offiziell seinen Mut an und begnadigte ihn posthum.

Eine berühmte Statue zeigt Saigō wie er seinen Hund spazieren führt und befindet sich im Ueno Park. Saigōs letzter Aufstand gegen die Meiji-Regierung war Grundlage des 2003 erschienen Films The Last Samurai.

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Personendaten
Saigo, Takamori
japanischer Samurai
23. Januar 1828
24. September 1877

See also: Saigō Takamori, 1828, 1873, 1877, 1889, 2003, 22. Februar, 23. Januar, 24. September