Akustik

Akustik (griech.: akuein ακουειν = hören) ist die Lehre vom Schall und seinen Wirkungen und ist ein Teilbereich der Physik. Sie beschäftigt sich mit der Erzeugung, der Ausbreitung, der Reflexion und der Absorption von Schallwellen. Schallwellen (Druck-Dichte-Wellen als Schallwechseldruck) sind mechanische Schwingungen in einem Medium, im Regelfall der Luft. Da das Prinzip der Akustik auf die Ausbreitung der Wellen und Schwingungen im Raum beruht, kann es auch als Teilgebiet der Mechanik gesehen werden. Das Spezialgebiet der Hydroakustik befasst sich ausschließlich mit der Akustik flüssiger Medien.

Inhaltsverzeichnis

Arbeitsmethoden der Akustik

Mikrofone, Lautsprecher und verschiedene Klangerzeugungsinstrumente wie Musikinstrumente sind die Arbeitsinstrumente der Akustik.

Daneben gibt es Räume zu Erzeugung spezieller Schallfelder:

Physiologie und Psychologie

Die meisten höheren Tiere sind zumindest zur akustischen Wahrnehmung befähigt, besitzen also einen Hörsinn. Schall ist einer der wichtigsten Kommunikationskanäle, da er praktisch unmittelbare Fernwirkung besitzt und – im Gegensatz zu optischen Eindrücken – Hindernisse umgeht (siehe: Beugung). Mit Lautäußerungen ist den Tieren ein Mittel zur Reviermarkierung, zur Partner- oder Rudelsuche, zum Auffinden von Beute und zur Mitteilung von Stimmungen, Warnsignalen, etc. gegeben. Selbst wenn Schall keine Rolle bei der Kommunikation innerhalb der Art spielt, Lautorgane also nicht oder nur rudimentär ausgebildet sind, spielt die akustische Orientierung nach Beutetieren eine elementare Rolle bei den Sinneswahrnehmungen.

Das akustische Empfangsorgan des Menschen ist das Ohr, auch für die Richtungslokalisation, (nicht Ortung). Im Innenohr werden Schallinformation in Nervenimpulse umgewandelt. Reine Sinusschwingungen werden als Ton empfunden, Sinusschwingungen mit Oberschwingungen als Klang. Komplexere Schallereignisse werden als Geräusch bezeichnet. Schallsignale mit zeitlich zufälliger Amplitude werden als Rauschen bezeichnet.

Bei der Erzeugung von Lauten unterscheidet man im Allgemeinen zwischen stimmhaften und stimmlosen Phonemen. Bei den stimmhaften Phonemen, die als Vokale bezeichnet werden, werden beim Kehlkopf durch Vibration der Stimmbänder die "Roh"klänge erzeugt, die dann im Rachen- und Nasenraum durch verschiedene willkürlich beeinflussbare oder unveränderliche individualspezifische Resonanzräume moduliert werden. Bei stimmlosen Phonemen, den Konsonanten, ruhen die Stimmbänder, wobei der Laut durch Modulation des Luftstromes zustande kommt. Beim Flüstern werden selbst die Vokale nur durch Modulation des Spektrums des Rauschens eines hervorgepressten Luftstromes gebildet, wobei die Stimmbänder ruhen.

Die Wahrnehmung von Schall werden von der Psychoakustik sowie der Musikpsychologie erforscht.

Siehe auch

Portal Physik, Ton, Klang, Lokalisation, Lautstärke, Musik, Schalldruck, Raumakustik, Nahfeld, Grundton, Psychoakustik, Nachhall, Hall, Echo, Harmonische, Schallfeldgröße, Schallenergiegröße, Formanten, Partialtöne, Obertöne, Effektgerät (Musik), Sonar, Audiologie, Audiometrie, TeiltöneSynthesizer, Schalldämpfung, Schalldämmung, Sounddesign,Ultraschall, Schall, Infraschall, Hallradius, Raumschall,

Weblinks

See also: Akustik, Absorption, Audiologie, Audiometrie, Beugung (Physik), Beute, Dezibel, Echo, Effektgerät (Musik), Fernwirkung