Al Stewart

Al Stewart (* 5. September 1945 in Glasgow, Schottland) ist ein britischer Liedermacher.

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Werdegang

Nach dem Tod seines Vaters zog er mit seiner Mutter in das südenglische Bournemouth, wo er bis 1962 die Schule besuchte. Während dieser Zeit erlernte er das Gitarrenspiel bei Robert Fripp, was ihm Auftritte als Mitglied einiger Bands seiner Heimatstadt ermöglichte. Sein Umzug nach London lag vor allem in der lebendigeren Musikszene der Hauptstadt begründet, die Stewart reizte. Er trat dort regelmäßig in Clubs auf, mit Bob-Dylan-Coverversionen, eigenen Titeln und als Ansager für Interpreten wie Paul Simon, dessen Zimmernachbar er einige Monate lang war. 1966 erhielt er seinen ersten Plattenvertrag bei Decca Records.

Künstlerisches Schaffen

Seine erste Single, The elf, verkaufte sich weniger als 500 Mal. Er wechselte zu Columbia Records, wo er 1967 sein Debütalbum veröffentlichte. Auf Bedsitter images lieferte Stewart vor allem Studien eines zumeist bürgerlichen Milieus und persönlich gefärbte Erzählungen. Die Nachfolge-LP Love chronicles, eine Liebeserklärung an seine damalige Freundin, wurde von der Zeitschrift Melody Maker zum Folk-Album des Jahres gewählt. Auch Stewarts drittes Album, Zero she flies, wurde, wie beide Vorgänger, von Roy Guest produziert. Es erreichte Platz 40 der britischen Albumcharts. Der akustischen Musik verschrieben blieb Stewart – trotz Produzentenwechsel – auf Orange, seinem vierten Langspieler. Der kommerzielle Erfolg fiel weiter bescheiden aus.

1973 erschien Stewarts erstes Konzeptalbum: Past, present, future. Das gewachsene historische Interesse des Künstlers trat in den Vordergrund. Inspiriert durch die Prophezeiungen des Nostradamus, über den das Album einen gleichnamigen Titel enthält, sollte jedem bis dato vergangenen Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts ein Titel gewidmet werden. Auch wenn das Konzept nicht in dieser Form umgesetzt wurde, bemühte sich Stewart um eine kritische Betrachtung neuerer amerikanischer und europäischer Geschichte. Wie bereits Stewarts erste Nordamerika-Tournee 1974 vermuten ließ, visierte er in den folgenden Jahren zunehmend den amerikanischen Markt an.

Erstmals in der US-Hitparade vertreten war er 1975 mit dem Album Modern times, produziert von Alan Parsons. Dieser zeichnete ebenfalls verantwortlich für die zwei kommerziell erfolgreichsten Alben, die Stewart veröffentlichte: Year of the cat (1976) und Time passages (1978). Unter denselben Titeln gelangten Singles sowohl in Großbritannien als auch in den USA in die Top 40. In niedrigeren Regionen der Charts vertreten waren Songs wie On the border, Song on the radio und zuletzt Midnight rocks von seinem 1980 erschienenen Album 24 carrots. Trotz deutlicher Ausrichtung auf kommerziellen Erfolg, fanden sich auch auf seinen bestverkauften Alben einzelne Lieder mit historischer Thematik.

Stewarts Erfolgsserie riss so abrupt wie sie begonnen hatte. Dem scheuen Künstler fehlte es neben hittauglichen Songs vor allem an Medienwirksamkeit. Weder das mit Live-Aufnahmen ergänzte Studioalbum Indian summer (1981) noch dessen Nachfolger Russians & Americans (1984), der Platz 53 der deutschen Albumcharts erreichte, konnten an vergangene Erfolge anknüpfen. Vertragliche Schwierigkeiten hinderten Stewart vier Jahre lang, neues Material zu veröffentlichten. Wenig experimentierfreudig präsentierte er sich auf dem 1988 erschienenen Album Last days of the century ebenso wie auf Famous last words (1993). Beide Alben wurden produziert von Peter White, mit dem gemeinsam Stewart auf dem Live-Album Rhymes in rooms gespielt hatte.

Sein Konzeptalbum Between the wars (1995) über die Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg entstand in Kooperation mit dem Ex-Gitarristen der Wings, Laurence Juber. Stewart beschäftigte sich unter anderem mit sowjetischen Diktator Josef Stalin (Joe the Georgian), dem Fliegerpionier Charles Lindbergh (Lindy comes to town) und der US-amerikanischen Schauspielerin Marion Davies (Marion the Châtelaine). Im Jahr 2000 setzte sich der leidenschaftliche Hobby-Kellermeister auf einem weiteren Konzeptalbum namens Down in the cellar mit dem Thema Wein auseinander. Wie auf sämtlichen vorangegangenen Alben hat Al Stewart fast alle Titel selbst komponiert und getextet.

Diskographie

Weblinks

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Personendaten
Stewart, Al
Britischer Liedermacher
5. September 1945
Glasgow, Schottland

See also: Al Stewart, 1945, 1962, 1966, 1967, 1969, 1970, 1972, 1973