Alan Arkin
Alan Wolf Arkin (*26. März 1934 in New York City) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur.
Noch während seiner Schulzeit schloss er sich der Band The Tarriers an, um eine Karriere als Folksänger einzuschlagen. Als diese 1956 mit einer ersten Version des Banana Boat Song eine Hitsingle in den US-amerikanischen Charts hatte, verliess Arkin das College um mit der Band auf Tour zu gehen. Nach einer erfolgreichen Europa-Tournee verliess er die Band und beschloss, das Angebot eines Freundes anzunehmen und sich der Chicagoer Theatergruppe Second City anzuschliessen.
Anfang der 1960er zog er nach New York City um dort in Broadway-Produktionen mitzuspielen. 1963 erhielt er dort seinen ersten Tony Award als bester Nebendarsteller in der Komödie Enter Laughing.
Der Erfolg der von Mike Nichols inszenierten Komödie Luv machte den Regisseur Norman Jewison auf ihn aufmerksam und beschert ihm 1966 seine erste Rolle in einem Hollywood-Film. In Jewisons Kriegsfarce Die Russen kommen! Die Russen kommen! übernahm er die Rolle eines sowjetischen U-Boot-Kommandeurs und erhielt dafür eine Nominierung für den Oscar als Bester Hauptdarsteller und für den BAFTA-Award als Bester Newcomer.
Arkin blieb aber dem Theater treu und führte im gleichen Jahr erstmals Regie bei einem Theaterstück, der kurzlebigen Produktion von Hail Scrawdyke!.
1967 wechselte er wieder zum Film und übernahm die Rolle des Bösewichtes in dem Thriller Warte, bis es dunkel ist an der Seite von Audrey Hepburn. In den folgenden Jahren konzentrierte er sich auf seine Filmkarriere und erhielt für seine Darstellung eines Taubstummen in dem Filmdrama Das Herz ist ein einsamer Jäger seine zweite Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller.
1971 führte er Regie bei der Adaption des Theaterstückes Kleine Morde von Jules Feiffer. Im folgenden Jahr veröffentlichte er auch sein erstes Kinderbuch unter dem Titel Tony's Hard Work Day.
Mitte der 1970er kehrt er als Regisseur an den Broadway zurück und übernahm nur noch wenige Filmrollen. 1981 spielte er die Hauptrolle in dem von seinem Sohn Adam Arkin geschriebenen Fernsehfilm Papa haut auf den Putz.
In den 1990ern machte er vor allem durch seine Auftritte in Filmen wie Glengarry Glen Ross, Vier Tage im September und Jakob der Lügner auf sich aufmerksam.
Seine Söhne Adam, Anthony und Matthey sind ebenfalls als Schauspieler tätig.
Filmographie
- 1966 - Die Russen kommen! Die Russen kommen! (The Russians Are Coming, the Russians Are Coming)
- 1967 - Warte, bis es dunkel ist (Wait Until Dark)
- 1968 - Inspektor Clouseau (Inspector Clouseau)
- 1968 - Das Herz ist ein einsamer Jäger (The Heart Is a Lonely Hunter)
- 1969 - Leben um jeden Preis (Popi)
- 1970 - Catch-22 - Der böse Trick (Catch-22)
- 1971 - Kleine Morde (Little Murders) (auch Regie)
- 1975 - Ins Herz des wilden Westens (Hearts of the West)
- 1979 - Zwei in Teufels Küche (The In-Laws) (auch ausführender Produzent)
- 1981 - Papa haut auf den Putz (Improper Channels)
- 1982 - Das letzte Einhorn (The Last Unicorn) (Stimme)
- 1986 - Sterben... und leben lassen (Big Trouble)
- 1990 - Edward mit den Scherenhänden (Edward Scissorhands)
- 1990 - Wild Boys - Der Sommer ihres Lebens (Coupe de Ville)
- 1991 - Rocketeer (The Rocketeer)
- 1992 - Glengarry Glen Ross
- 1993 - Ein Sommer unter Freunden (Indian Summer)
- 1993 - Liebling, hältst Du mal die Axt? (So I Married an Axe Murderer) (Kurzauftritt)
- 1997 - Grosse Pointe Blank
- 1997 - Vier Tage im September (O Que É Isso, Companheiro?)
- 1997 - Gattaca
- 1999 - Jakob der Lügner (Jakob the Liar)
- 2001 - Thirteen Conversations About One Thing
Literatur
- Alan Arkin: Halfway through the Door. Harper & Row, 1984, ISBN 0-06-060307-0 (Autobiographie, englisch)
Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Arkin. Alan Wolf |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur |
| GEBURTSDATUM | 26. März 1934 |
| GEBURTSORT | New York City |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
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