Alan Ladd

Alan Walbridge Ladd (* 3. September 1913 in Hot Springs, Arkansas; † 29. Januar 1964 in Palm Springs, Kalifornien) war ein USA-amerikanischer Filmschauspieler.

Alan Ladd begann sein Laufbahn als Nebendarsteller; unter anderem hatte er eine kleine Rolle als Reporter in dem Filmklasiker Citizen Kane (Citizen Kane). Alan Ladd wurde 1942 durch die Rolle des sentimentalen Killers Raven in dem Thriller This Gun for Hire (Die Narbenhand) an der Seite von Veronica Lake bekannt.

Alan Ladd und Veronika Lake galten in den 1940er Jahren als Traumpaar; sie drehten noch drei weitere Filme zusammen, nämlich die Thriller The Glass Key (Der gläserne Schlüssel) und The Blue Dahlia (Die blaue Dahlie) sowie den exotischen Gangsterfilm Saigon (Schmuggler in Saigon). In The Glass Key, der unmittelbar nach This Gun for Hire entstand, spielte Alan Ladd Ed Beaumont, die rechte Hand eines Politikers, Veronica Lake die Geliebte des Politikers. In The Blue Dahlia verkörperte Alan Ladd den Kriegsheimkehrer Johnny Morrison, der seine Frau in den Armen eines zwielichtigen Nachtclubbesitzers findet. Johnny Morrison gerät in Verdacht, als seine Frau ermordet wird. Veronica Lake spielte die eher überflüssige Rolle einer Frau, die ihm hilft, den Mord aufzuklären.

1949 verkörperte Alan Ladd die Rolle des Jay Gatsby in The Great Gatsby (Der große Gatsby), einer Verfilmung des gleichnamigen Romans von F. Scott Fitzgerald. Der Film war bei seiner Erstaufführung ein respektabler Erfolg, geriet jedoch durch die Neuverfilmung aus dem Jahre 1974 mit Robert Redford als Jay Gatsby eher in Vergessenheit.

1953 entstand Alan Ladds neben The Gun for Hire wohl bekanntester Film, der Western Shane (Mein großer Freund Shane). Alan Ladd spielte Shane, einen geheimnisvollen Fremden, der einem armen Farmer, dargestellt von Van Heflin, und seinem kleinen Sohn im Kampf gegen einen reichen Rancher beisteht. Eine weitere Rolle spielte Jack Palance als Revolverheld. Jack Palance wurde übrigens für seine Nebenrolle in Shane für den Oscar nominiert.

In der Folgezeit trat Alan Ladd in zahlreichen Western wie The Proud Rebel (Der stolze Rebell) mit Olivia de Havilland oder The Badlanders (Geraubtes Gold) mit Ernest Borgnine auf. Mit Sophia Loren und Clifton Webb drehte er den in Griechenland spielenden Abenteuerfilm Boy on a Dolphin (Der Knabe auf dem Delphin). 1960 drehte Alan Ladd seinen letzten Western, die Rachegeschichte One Foot in Hell (Vergeltung ohne Gnade).

In den frühen 1960er Jahren verblaßte der Ruhm von Alan Ladd. In dieser Zeit spielte er in Italien seine wohl ungewöhnlichste Rolle, in dem im antiken Rom spielenden Duel of Champions (Die verlorene Legion), einem der seinerzeit populären Sandalenfilme, verkörperte er den Kriegshelden Orazio. Zurück in Hollywood drehte er 1962 mit Rod Steiger den Krimi 13 West Street (Der Tiger ist unter uns).

1963 entstand Alan Ladds letzter Film; The Carpetbaggers (Die Unersättlichen) ist die Verfilmung eines Romans des seinerzeit populären Autors Harold Robbins. Es war das erste Mal seit This Gun for Hire, daß Alan Ladd nur eine Nebenrolle hatte; er spielte den ehemaligen Banditen Nevada Smith, der zum Filmschauspieler wird. Noch vor der Premiere von The Carpetbaggers wird Alan Ladd in seinem Bett tot aufgefunden.

1966 entstand übrigens der Western Nevada Smith (Nevada Smith), der die Jugend von Nevada Smith nacherzählt. Nevada Smith wurde darin von Steve McQueen gespielt.

Weblinks

Personendaten
Ladd, Alan Walbridge
US-amerikanischer Filmschauspieler
3. September 1913
Hot Springs, Arkansas
29. Januar 1964
Palm Springs, Kalifornien

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See also: Alan Ladd, 1913, 1940er, 1942, 1949, 1953, 1960, 1960er