Alfred Lichtwark

thumb|Alfred Lichtwark, gemalt von Leopold Karl Walter Graf von Kalckreuth, 1912 Alfred Lichtwark (* 14. November 1852 in Reitbrock bei Hamburg; † 13. November 1914 in Hamburg) war ein deutscher Kunsthistoriker, Museumsleiter und Kunstpädagoge in Hamburg. Er gehört zu den Begründern der Museumspädagogik.

Alfred Lichtwark war von 1886 an der erste Direktor der Hamburger Kunsthalle, deren Sammlung er systematisch ausbaute. Der heutige Bestand beruht noch wesentlich auf den von Lichtwark geschaffenen Grundlagen. Sammelte er einerseits gezielt Hamburgs mittelalterliche Kunst (insbesondere Werke von Meister Bertram und Francke), so erwarb er Werke zeitgenössischer Künstler des ausgehenden 19. Jahrhunderts wie Pierre Bonnard, Lovis Corinth, Caspar David Friedrich, Wilhelm Leibl, Adolf Menzel und Philipp Otto Runge und Edouard Vuillard. Mit seiner regen Ankaufspraxis und intensiver Öffentlichkeitsarbeit gelang es ihm, das Verständnis für die damals aktuelle Kunst zu verbreitern. Neben dem hohen Interesse am französischen Impressionismus setzte er sich nachdrücklich für die Hamburger Kunstszene ein und vergab Aufträge an Hamburger Maler wie Gotthard Kuehl, Wilhelm von Uhde und Wilhelm Trübner. Das Anliegen, seiner Heimatstadt Hamburg ein künstlerisches Denkmal zu setzen, führte auch zu Aufträgen an Maler wie Max Liebermann. Lichtwark blieb Direktor der Kunsthalle bis zu seinem Tod 1914.

Alfred Lichtwark war u. a. befreundet mit Max Liebermann und Hans Olde, Förderer des Grafen Kessler.

Zitat

„Wir wollen nicht ein Museum, das dasteht und wartet, sondern ein Institut, das thätig in die künstlerische Erziehung unserer Bevölkerung eingreift."

Literatur

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Personendaten
Lichtwark, Alfred
deutscher Kunsthistoriker, Museumsleiter und Kunstpädagoge in Hamburg
14. November 1852
Reitbrock bei Hamburg
13. November 1914
Hamburg

See also: Alfred Lichtwark, 13. November, 14. November, 1852, 1886, 19. Jahrhundert, 1914, Adolf Menzel