Alfred Tacke

Alfred Tacke (* 24. Februar 1951 in Celle) ist ein deutscher Politiker und Manager. Er war von 1990 bis 2004 ein enger Berater von Gerhard Schröder und ist seit Ende 2004 Vorstandsvorsitzender des Stromversorgungsunternehmens STEAG.

Tacke studierte nach seinem Abitur von 1971 bis 1975 Wirtschaftswissenschaften in Freiburg und Berlin. Danach war er Assistent an der Universität Oldenburg, wo er 1982 über die Entwicklung in der deutschen Werftindustrie promovierte. Bis 1990 war er Referent für Wirtschafts- und Umweltpolitik beim Landesverband des DGB in Hannover.

1990 holte Gerhard Schröder nach seiner Wahl zum niedersächsischen Ministerpräsidenten Tacke als Referatsleiter für Wirtschafts- und Strukturpolitik in die niedersächsische Staatskanzlei. 1991 wurde Tacke beamteter Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr und 1998 unter Bundeskanzler Schröder beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.

Ab 2000 war er zusätzlich als "Sherpa" des Bundeskanzlers für die Vorbereitung der G8-Weltwirtschaftsgipfel zuständig. Der Staatssekretär galt als Pragmatiker und guter Kenner der Energiebranche. Im Jahr 2002 erteilte er in Vertretung von Wirtschaftsminister Müller die Ministererlaubnis bei der Übernahme der Ruhrgas AG durch Eon.

Im April 2004 wurde Tacke als möglicher Nachfolger von Ernst Welteke als Präsident der deutschen Bundesbank gehandelt.

Anfang September 2004 wurde bekannt, dass Tacke seinen Posten als Staatssekretär aufgeben und auf eine Führungsposition bei der STEAG wechseln werde, einer Tochter der von Werner Müller geleiteten RAG. Als Grund wurden Differenzen Tackes mit Georg-Wilhelm Adamowitsch genannt, der ebenfalls Staatssekretär im Wirtschaftsministerium ist, aber eher als Minister Clement nahestehend gilt.

Literatur/Presse

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Personendaten
Tacke, Alfred
deutscher Politiker und Manager
24. Februar 1951
Celle

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