Algeciras-Konferenz
Die Algeciras-Konferenz bildete in der Ersten Marokkokrise die diplomatische Form 1906 der deutsch-französischen Auseinandersetzung um den Einfluss in Marokko
Die Konferenz in der südspanischen Hafenstadt Algeciras vom 16. Januar bis zum 7. April 1906 fand zur Regelung des deutsch-französischen Konflikts in der Marokkofrage statt. Teilnehmende Staaten waren: Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Marokko, Niederlande, Österreich-Ungarn, Portugal, Russland, Schweden, Spanien und die USA.
Die deutsche Diplomatie hatte die Konferenz durch Kriegsdrohungen an Frankreich erzwungen, um die französische Unterwerfung von Marokko zu verhindern, erlitt jedoch eine völlige Niederlage, weil bis auf Österreich-Ungarn alle Staaten das deutsche Vorgehen ablehnten.
Die Algeciras-Akte, mit deren Unterzeichnung am 7. April 1906 die Konferenz beendet wurde, bestimmte die Integrität Marokkos, die ökonomische Freiheit und Gleichheit aller Nationen in Marokko sowie die internationale Kontrolle der Zölle und der marokkanischen Polizei durch Frankreich und Spanien.
