Algonkin-Sprachen
Die nordamerikanische Sprachfamilie der Algonkin-Sprachen ist vor allem in den USA und Kanada verbreitet. Östlich des Mississippi waren sie mit Irokesisch und Muskogee die vorherrschenden Sprachen. thumb
Eines der herausragenden Merkmale der Algokin-Sprachen ist sicherlich, dass es die größte Sprachfamilie in Nordamerika vor dem Eintreffen der Europäer gewesen ist.
Algonkin ist eine Familie verwandter Sprachen, hat aber viele Dialekte, deren Sprecher sich nicht unbedingt gegenseitig verstehen können.
Alkgonkin sprechende Völker besiedelten den größten Teil des nordöstlichen Nordamerika, mit Ausnahme der Irokesen-Völker im Raum New York, Nord-Pennsylvania und Süd-Ontario.
Sie reichten von der Hudson Bay nach Süden entlang der Atlantikküste bis North Carolina und nach Westen bis zum Mississippi. Auf den Prärien der Great Plains im Westen gehörten zur Algonkin-Sprachfamilie die Cheyenne, Arapaho, Gros Ventre, Blackfeet, Cree und Anishinabe, und möglichweise in abgewandelter Form bis zu den Wiyot and Yurok in Nord-Kalifornien.
Charakteristika der Sprachen
Die Morphologie ist agglutinierend-polysynthetisch.
Liste von Algonkin-Sprachen
- Abenaki
- Anishinabe (noch ca. 30.000 Sprecher)
- Arapaho
- Beothuk (Neufundland, ausgestorben)
- Blackfeet (Siksika, noch ca. 10 000 Sprecher)
- Cheyenne
- Micmac (noch ca. 10.000 Sprecher in Kanada (Neuschottland, Neu-Braunschweig, Québec (Gaspé-Halbinsel)) und USA (Maine))
- Shawnee
- und eine Reihe kleinerer Sprachen (z.B. Innu)
Das Dialektkontinuum Cree-Montagnais-Naskapi (noch ca. 50.000 Sprecher):
Siehe auch: Algonkin
