Allgemeine Gleichgewichtstheorie
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Die Allgemeine Gleichgewichtstheorie ist ein Zweig der Mikroökonomie. Sie ist ein Ansatz, um Produktion, Konsum und Preise in einer Ökonomie zu erklären.
Die Allgemeine Gleichgewichtstheorie versucht, ein umfassendes Verständnis einer Ökonomie durch einen Ansatz zu finden, der "von unten nach oben" gerichtet ist: Man beginnt mit individuellen Märkten und Marktteilnehmern, während die Makroökonomie eher durch einen "von oben nach unten"-Ansatz geprägt ist, in dem die Analyse mit aggregierten Mengen beginnt. Da die moderne Makroökonomie ihre Wurzeln in der Mikroökonomie betont, wurden diese Unterschiede ein wenig verwischt.
Als erste Vorläufer dieser Theorie können die französischen Physiokraten und die schottischen Moralisten betrachtet werden: Die Stabilität des Ganzen (Produktion, Reproduktion, Distribution) sei wichtiger als die Dynamik der Teile.
Der erste Versuch in der Neoklassischen Theorie, ein umfassendes Model zur Bestimmung der Preise in einer Ökonomie zu entwickeln, stammt von Léon Walras. Der moderne Ansatz wurde von Kenneth Arrow und Gerard Debreu in den 1950ern entwickelt.
Die Allgemeine Gleichgewichtstheorie hat nach Ansicht von Kritikern drei Defekte, die auf ihre axiomatische Formulierung zurückzuführen seien: die Preisbildung könne nicht erklärt werden, Geld als Wertaufbewahrungsmittel sei nicht integrierbar, Öffentliche Güter seien nicht erklärbar.
Siehe auch Angebot und Nachfrage
