Alltagskultur

Alltagskultur oder Massenkultur bezeichnet Gebräuche, Gewohnheiten und Gegenstände des Alltags, die nicht als Kultur im Sinne von Kunst, Musik und Literatur im Sinne der definierenden Elite (Hochkultur) wahrgenommen werden.

Die Erforschung der Alltagskultur ist ein zentrales Thema in der Volkskunde, den Cultural Studies und der Soziologie. Der Begriff der Alltagskultur erfuhr in den 1960er Jahren im Umkreis semiotischer, strukturalistischer, soziologisch-philosophischer Debatten insbesondere durch Roland Barthes große Aufmerksamkeit. Gegenstände alltagskultureller Untersuchungen sind unter anderem: Kino, Fernsehen, Autos, Esskultur, Mode, Design, Werbung, Sport. Solche Themen oder Gegenstände der Alltagskultur wurden von Barthes als Texte gelesen, die eine Oberflächen- und eine Tiefenstruktur aufweisen, d. h. ähnlich wie literarische Texte codiert und interpretierbar sind.

Verwandt mit der Alltagskultur ist die Popkultur. Mit dem Wachsen der Definitionsmacht der Popkultur wurde die Dichotomie Alltagskultur/Hochkultur immer mehr in Frage gestellt.

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