Almhütte

Als Almhütte bezeichnet man die Hütten im Gebirge, in denen die Viehhirten - auch Senner/-in genannt - den Sommer über leben, während sie das im Gebirge weidende Vieh betreuen. Soweit es sich um eine Milchwirtschaft handelt, wurde bzw. wird gelegentlich hier auch die Milch zu Käse weiterverarbeitet. Wo dies nicht der Fall ist, wird die Milch über Seilbahnen oder sogar per Pipeline ins Tal zur Weiterverarbeitung transportiert.

Durch den Dung des Viehs und damit den höheren Stickstoffgehalt im Boden weist die unmittelbare Umgebung einer Almhütte in der Regel eine deutlich andere Flora auf als die übrige Umgebung. Ein Pflanzenkenner kann daher schon am Wechsel der Vegetation erkennen, ob er sich einer Almhütte nähert.

Seit der intensiven touristischen Erschließung der Gebirge in den letzten einhundert Jahren hat sich die Funktion einer Almhütte grundsätzlich gewandelt. Viele Almhütten liegen an Wanderstrecken und betreuen Wanderer und Touristen auch gastronomisch. Konnte man vor 20 oder 30 Jahren die selbst hergestellte Buttermilch, Butter und Käse (die häufig auch einen sehr eigenen Geschmack hatte) dort konsumieren, so wird zwar dort heute noch eine "zünftige" Küche zelebriert, die dazu notwendigen Lebensmittel kommen jedoch aus dem Tal.

Almhütten im klassischen Sinne gibt es kaum noch, weil sich die Weidewirtschaft im Gebirge betriebswirtschaftlich kaum lohnt und sich für die körperlich sehr anstrengende und letztlich sehr einsame Arbeit auch selten entsprechende Arbeitskräfte finden lassen.

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