Alpensalamander

Alpensalamander

none|300px|AlpensalamanderAlpensalamander (Salamandra atra)

Systematik
Klasse: Amphibien (Amphibia)
Ordnung: Schwanzlurche (Urodela)
Unterordnung: Salamanderverwandte
(Salamandroidea)
Familie: Echte Salamander (Salamandridae)
Gattung: Salamandra
Art: Alpensalamander (Salamandra atra)

Der Alpensalamander ist ein bis zu 16 Zentimeter großer Schwanzlurch (Urodela), wobei die Männchen nicht ganz diese Größe erreichen, sondern um rund 3 Zentimeter kleiner bleiben als die Weibchen. Das Tier ist einheitlich dunkelbraun bis schwarz gefärbt und etwas schlanker als sein Verwandter, der Feuersalamander.

Alpensalamander sind überwiegend nachtaktiv und ernähren sich von fleischlicher Nahrung wie beispielsweise Insekten, Spinnen, Larven, Asseln, Schnecken und Regenwürmern.

Die Lebensräume des Alpensalamanders befinden sich z. B. in Karstgebieten und Hochgebirgsschluchten. Er kommt in Höhen zwischen etwa 800 m und 2 000 m NN vor (in Kärnten/Österreich vereinzelt auch bis 2 800 m), überwiegend in feuchten Laubwäldern in der Nähe von Gebirgsbächen. Besiedelt werden Biotope wie feuchte Alpenweiden, Zwergstrauchheiden und Schutthalden. Außer im Dinarischen Gebirge des Balkan trifft man ihn nur in den Alpen und deren vorgelagerter Flyschzone an - etwa vom Rhonetal oberhalb des Genfer Sees durch die Zentral- und Ostalpen. Die deutschen Vorkommen befinden sich dementsprechend schwerpunktmäßig in den nördlichen Kalkalpen.

Alpensalamander paaren sich, abhängig von Wetter- und Temperaturbedingungen, im Spätfrühling bis Frühsommer. Die Weibchen können nach der Aufnahme des männlichen Samen diesen bis zu zwei Jahre in einer speziellen "Samentasche" aufbewahren. Im Gegensatz zu den meisten anderen Amphibien, die Eier im Wasser ablegen und deren Nachkommen ein Larvenstadium mit Kiemenatmung durchmachen, bringen die lebend gebärenden Alpensalamander nach etwa einem Jahr Tragzeit ein bis zwei voll entwickelte, rund 4 cm große, lungenatmende Jungtiere zur Welt, die sofort auf dem Land lebensfähig sind. Das unterscheidet die Art auch vom Feuersalamander, dessen mitteleuropäische Rassen kiementragende Larven gebären, die für ihre weitere Entwicklung auf ein Gewässer angewiesen sind. Als einziger mitteleuropäischer Lurch kann der Alpensalamander also unabhängig von Oberflächengewässern existieren - eine Anpassung an die extremen Lebensbedingungen im Hochgebirge.

Diese geringe Fortpflanzungsrate reicht für den Fortbestand der Art aus, da erwachsene Alpensalamander durch giftige Hautsekrete (Alkaloide) geschützt sind und deshalb keine natürlichen Fressfeinde haben.

Aufgrund ihrer regionalen Seltenheit stehen Alpensalamander in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Schutz.

Weblinks

See also: Alpensalamander, Alkaloid, Alpen