Alster

Dieser Artikel befasst sich mit dem Fluss Alster, Informationen zum Getränk Alster(wasser) bei Biermischgetränk


Die Alster ist ein Fluss, der in Henstedt-Ulzburg (Schleswig-Holstein) entspringt und in die Elbe mündet.

Inhaltsverzeichnis

1 Geschichte

2 Verlauf

3 Literatur
4 Weblinks

Daten

thumb|Ansichten rund um Außen- und Binnenalster

Geschichte

Regulierung

In Hamburg ist die Alster seit etwa 1190 aufgestaut, um eine Mühle zu betreiben. 1235 wurde ein weiterer Damm für eine zweite Mühle gebaut, der die Alster zum Alstersee staute. Die heutige Trennung von Binnen- und Außenalster gibt es seit dem Bau der Wallanlagen (16161625), die Lombardsbrücke und die Kennedybrücke überbrücken den Fluß und trennen Binnen- und Außenalster.

Wenn ein Hamburger von der Alster redet, ist meistens der Alstersee gemeint.

Die Oberalster wurde im 15. Jahrhundert im Zuge des Baus des Alster-Beste-Kanals kanalisiert.

Freizeitnutzung

Man kann auf der Außen- und Binnenalster mit Alsterdampfern, Ruder- und Segelbooten fahren. Zwischen Poppenbüttel und der Außenalster gibt es einige Bootsverleihe für Kanus und Kajaks. Im Winter friert der Alstersee manchmal (etwa alle 10 Jahre) so stark zu, dass er gefahrlos betreten werden kann. Traditionell wird dann auf der Außenalster das Alstereisvergnügen gefeiert, mit vielen Buden und noch mehr Glühwein.

Außenalster und Binnenalster prägen das Bild der Hamburger Innenstadt. Die Bebauung um die Außenalster herum hat in weißen Fassaden zu erfolgen.

Verlauf

Alsterfluss

Die Alster durchfließt oder berührt mit einem teilweise stark gewundenen Flußverlauf die Gebiete folgender Orte:

Bis zur Mellingburger Schleuse in Lemsahl-Mellingstedt werden noch die Wasser der Drosselbek, Bredenbek, Rodenbek, Horstbek, Saselbek aufgenommen. In Poppenbüttel folgt die Poppenbütteler Schleuse. Die Alster erreicht Wellingsbüttel, führt am Herrenhaus Wellingsbüttel vorbei und erreicht in Ohlsdorf die Fuhlsbütteler Schleuse als letzte Schleuse vor der Außenalster. Der Verlauf ist ab hier künstlich begradigt. Der alte Flußverlauf ist noch durch den heutigen Brabandkanal, Skagerrakkanal, Inselkanal und Leinpfadkanal ersichtlich. Bei Eppendorf mündet die Tarpenbek und an der Grenze zu Harvestehude der Isebekkanal ein. Die Krugkoppelbrücke ist die letzte Brücke vor der Außenalster. Südlich des Alstersees folgen die Rathausschleuse und die Schaartorschleuse. Die Schaartorschleuse liegt an der Mündung in die Elbe und verhindert den Tideeinfluss der Elbe. Um die Alster auch bei Elbehochwasser entwässern zu können, sind hier mehrere Pumpen eingebaut.

Die Alster kann ab der Rader Schleuse ganzjährig mit Kanus und Kajaks befahren werden. Für Ruderboote ist die Strecke nördlich der Ohlsdorfer Schleuse nicht geeignet. Motorboote sind auf der Alster zwischen Quelle und Kleiner Alster nur ausnahmsweise zugelassen.

Die Oberalster-Niederung zwischen Wakendorf II im Kreis Segeberg und Tangstedt im Kreis Stormarn ist aus der Verlandung eines in der Weichsel-Kaltzeit gebildeten flachen Eisstausees entstanden.

Der Abschnitt der Alster von Ohlsdorf bis zur Einmündung in die Außenalster wird gelegentlich auch als Streek oder Alsterstreek bezeichnet.


thumb|300px|Außenalster vom Anleger Rabenstraße thumb|200px|Binnen- und Außenalster mit Lombardsbrücke

Alstersee

Außenalster

Die Außenalster ist der größere, nördliche Teil des Alstersees. Sie ist 164 ha groß und bis zu 2,50 m tief.

Die Außenalster wird von der Alster im Norden sowie der Osterbek und Wandse im Osten gespeist. Sie fließt im Süden in die Binnenalster ab.

Das Ufer der Außenalster ist vollständig begrünt. Rund um den See ziehen sich Fußwege und Radwege, die bei Hamburgern zur Erholung und zum Joggen sehr beliebt sind. Die Außenalster selbst wird viel zum Segeln und Rudern genutzt. Als Segelrevier gilt sie als nicht ganz einfach, da hier stark wechselnde Windbedingungen auftreten.

An der Außenalster liegen einige der begehrtesten Wohngegenden Hamburgs, unter anderem Harvestehude im Westen und die Straßen Bellevue (Winterhude) und Schöne Aussicht (Uhlenhorst) im Nordosten. Auch das bekannte Hotel Atlantic liegt hier.

Die Lombardsbrücke markiert den alten Verlauf der Stadtbefestigung, die die Außenalster von der Binnenalster trennt. Da die Brücke den Straßenverkehr nicht mehr bewältigen konnte, kam bereits 1953 die Neue Lombardsbrücke nördlich der alten Konstruktion hinzu, die 1963 in Kennedybrücke umbenannt wurde. Auf der Kennedybrücke ist übrigens der 10. Meridian gekennzeichnet. Die beiden Brücken sind für den innerstädtischen Autoverkehr und für den Bahnverkehr von großer Bedeutung. Bei aller Schönheit soll nicht verhehlt werden, dass die Alster die Stadt in zwei Hälften teilt und auch ein Verkehrshindernis darstellt.

Binnenalster

Die Binnenalster ist der kleinere, südliche Teil des Alstersees. Sie ist 18 ha groß.

Die Binnenalster wird von der Außenalster im Nordosten gespeist. Sie fließt im Süden über die Kleine Alster ab.

Rund um die Binnenalster liegen verschiedene Geschäftsgebäude, unter anderem der Firmensitz der Hapag-Lloyd AG, das Hotel Vier Jahreszeiten und das traditionsreiche Kaufhaus Alsterhaus und der nicht minder berühmte Alsterpavillon. Privater Motorschiffs-Verkehr ist auf der Binnenalster mit seltenen Ausnahmen nicht zugelassen. Im Südwesten, am Jungfernstieg, befindet sich aber die Hauptanlegestelle für Alsterdampfer, die von hier sowohl die Alster als auch die Hamburger Kanäle befahren. thumb|center|750px|Binnenalster aus Richtung Lombardsbrücke

Kleine Alster

Die Kleine Alster ist ein knapp 200 m langes Stück der Alster in der Hamburger Innenstadt, über das sie von der Binnenalster in das Alsterfleet fließt.

thumb|Die kleine Alster thumb|Alsterdampfer St.Georg

An der nordwestlichen Seite wird sie von den Alsterarkaden begrenzt, am gegenüberliegenden Ufer führt vom Reesendamm eine breite Treppe herunter zu einer Uferpromenade mit Anlegemöglichkeit für Boote. An den kurzen Enden wird die Kleine Alster durch die Reesendammbrücke zur Binnenalster und durch die Schleusenbrücke zum Alsterfleet hin eingefasst; unter der Schleusenbrücke befindet sich die Rathausschleuse. An der Schleusenbrücke steht das 1932 errichtete Mahnmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs mit einem Relief von Ernst Barlach.

Die Kleine Alster bildet zusammen mit dem Rathausmarkt und dem Rathaus ein städtebauliches Ensemble, das sich an den Markusplatz in Venedig anlehnt und allgemein als besonders gelungen angesehen wird. Es wurde nach dem Großen Brand (1842) von dem Architekten Alexis de Chateauneuf gestaltet, der auch persönlich die Alsterarkaden und die damalige Schleusenbrücke entwarf.

Wegen der niedrigen Höhe der Brücken kann die Kleine Alster nicht von großen Schiffen befahren werden. Sie wird aber von Alsterdampfern auf dem Weg zur Elbe durchquert.

Literatur

Weblinks


Siehe auch: Alsterwanderweg, Alsterdampfer

See also: Alster, 1190, 1235, 15. Jahrhundert, 1616, 1625, 1842, 1932, 1953, 1963