Altaier
385px|thumb|Lage der Altaier innerhalb der heutigen Turkvölker
Die Altaier sind zum Teil Angehörige der Turko-Tataren und siedeln in Sibirien. Als Alternativbezeichnungen dieser Volksstämme sind uns auch Altai-Tataren oder Altai-Türken überliefert. Auch sie zählen heute zu den Turkvölkern.
Geschichte
Vor 1948 benannten sich die turkstämmigen Altaier hauptsächlich nach ihren Stämmen. Als deren Hauptstamm galten vor allem die Oiraten (auch: Oiroten oder Oyroten), der sich wiederum auch als Aq-Oyrat (= Weiße Oyraten) bezeichnete und sich damit von den mongolischen Qara-Oyrat (= Schwarze Oiraten) - den eigentlichen Oiraten - abgrenzte. Noch heute sehen große Teile der heutigen Altai-Türken in den mongolischen Oiraten ihre nächsten Verwandten, da ihre Oberschicht und der Lebensstil dieser Völkerschaften sehr mongolisch geprägt ist. Heutige Eigenbezeichnung: Altayları.
Die heutigen Völker
Moderne Nachfahren der alten Altai-Tataren sind im weitesten Sinne:
- Tuwiner, mit den Sojonen und den Urianqai;
- Karagassen oder Tofa;
- Chakassen oder auch Abakan-Tataren, mit den Stämmen der Kyzyl, Sagaier; Beltiren, Kaschinen und Koibalen;
- Schoren oder auch Kusnjetzer-Tataren;
- Tschulim-Tataren mit den Küäräken und den Kamassinen.
Die Altaier im engeren Sinne sind:
- Kumnadinien, Tuba und Tschalkan.
Ihrer Sprache nach sind die Altaier innerhalb der Turksprachen Angehörige der Sibirischen Gruppe. Aber auch die Sprachen der Gelbuiguren in Kansu gehört in diese Gruppe.
