Altarfalz
Der Altarfalz ist eine Form des Parallelfalzes, bei dem die äußeren Teile des Falzbogens (meist Papierbogen) nach innen gefalzt werden. Man kann dabei zwei Ergebnisse erzielen:
- Nimmt man ein Blatt Papier im Querformat und knickt die Ränder so nach innen, dass drei gleich große Felder entstehen, indem man erst den rechten Rand hochfalzt und dann den linken Rand, so entsteht ein 6-seitiger Altarfalz. (Dieses Ergebnis wird auch Wickelfalz genannt.)
- Nimmt man ein Blatt Papier im Querformat und knickt es so, dass vier gleich große Felder entstehen, indem man erst den Bogen exakt in der Mitte falzt und dann jeweils das linke und das rechte Feld nocheinmal nach innen falzt und damit halbiert, so entsteht ein 8-seitiger Altarfalz.
Von sechs Seiten spricht man, weil man nach dem Falzen von vorne und von hinten jeweils drei gleich große Felder sieht. Von acht Seiten spricht man, weil dementsprechend vorne und hinten je vier Felder zu sehen sind.
Der Begriff Altarfalz findet, ebenso wie beispielsweise der Leporellofalz, in der Druckereibranche sowie in der Werbung häufig Verwendung, wenn es um die Herstellung von so genannten Werbeflyern geht. Das Wort leitet sich von den Flügelaltären in Kirchen ab, die in ähnlicher Weise "gefaltet" werden.
