Alte Oper
| thumb|200px|right|Die Alte Oper in Frankfurt am Main um 1900... |
| thumb|200px|right|...und heute bei Tage... |
| thumb|200px|right|...sowie bei Nacht. |
Die Alte Oper zu Frankfurt am Main zählte seit jeher zu den schönsten und größten Opernhäusern und heute zu den schönsten Konzerthäusern in Deutschland.
1880 wurde das vom Berliner Architekten Richard Lucae entworfene und von Frankfurter Bürgern finanzierte Gebäude zum ersten Mal eingeweiht. Unter den geladenen Gästen befand sich auch der deutsche Kaiser Wilhelm I., dem das Bauwerk sichtbar imponierte:
- Das könnte ich mir in Berlin nicht erlauben. (Wilhelm I.)
Die Frankfurter Bevölkerung, die den zunächst mit Kosten von zwei Millionen Mark geplanten Prachtbau mit schließlich zwanzig Millionen Mark zu finanzieren hatte, sah das Ganze anfangs eher kritisch. Unter Anspielung auf die Inschrift am Dachfries ("Dem Wahren, Schönen, Guten") textete der Frankfurter Nationaldichter Adolf Stoltze in bestem Hessisch:
- Dem Wahre, Scheene, Gute, die Berjerschaft muß blute. (Adolf Stoltze)
Das Opernhaus war Ort zahlreicher Uraufführungen, wie z.B. Carl Orffs Carmina Burana im Jahre 1937.
In Folge des Zweiten Weltkrieges wurde die Alte Oper 1944 fast völlig zerstört und sollte nach dem Willen des Magistrats durch einen modernen Verwaltungsbau ersetzt werden. Oberbürgermeister Rudi Arndt kam zu seinem Spitznamen "Dynamit-Rudi", als er mit dem Vorschlag hervortrat, die "Schönste Ruine Deutschlands" "mit ein wenig Dynamit" schlicht zu sprengen.
thumb|left|Die Front der Alten Oper
Eine Bürgerinitiative konnte dies aber verhindern und so wurde das Opernhaus am 28. August 1981 unter den Klängen von Gustav Mahlers 8. Sinfonie feierlich wiedereröffnet.
Da bereits 1951 ein neues Opernhaus in Frankfurt errichtet worden war, wurde die Alte Oper beim Wiederaufbau von vornherein ausschließlich als Konzerthaus konzipiert. Heute finden dort regelmäßig Konzerte und Gastspielveranstaltungen statt.
Der Große Saal der Alten Oper fasst ca. 2500 Zuschauer. Daneben umfasst das Gebäude den Mozart-Saal mit ca. 700 Sitzplätzen als Kammermusiksaal sowie eine Reihe kleinerer Säle für Kongresszwecke.
Weblinks
- Alte Oper Frankfurt
- StadtPanorama Alte Oper - Interaktives 360°-Panorama - bei Nacht und am Tag
