Altfranzösische Sprache
Altfranzösisch wurde in der nördlichen Hälfte Frankreichs vom neunten bis etwa zum Ende des 14. Jahrhunderts gesprochen. Es war keine einheitliche Sprache, sondern teilte sich in verschiedene Dialekte auf, das Franzische, das Normannische, das Anglonormannische, das Pikardische, das Lothringische, das Champagnische u.a.m. Der Dialekt, der in der Gegend um die Ile de France gesprochen wurde, das Franzische, setzte sich allmählich durch und bildete die Grundlage des heutigen Französisch.
Ein Charakteristikum des Altfranzösischen war die Zwei-Kasus-Flexion.
Die Strassburger Eide sind das erste bekannte Dokument in französischer Sprache. Karl der Kahle und Ludwig der Deutsche schworen sich 842 mit ihrem Heer als Zeugen, dass sie sich gegenseitig beistehen würden, um gegen ihren älteren Bruder Lothar zu kämpfen. Karl sprach Deutsch, Ludwig Gallo-Romanisch.
Siehe auch: Gallische Sprache
