Grüner Knollenblätterpilz

Grüner Knollenblätterpilz
Systematik
Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Unterklasse: Hutpilze (Hymenomycetidae)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Knollenblätterpilzartige (Amanitaceae)
Gattung: Wulstlinge (Amanita)
Art: Grüner Knollenblätterpilz (A. phalloides)
Kurzinfo
40px|left|Giftig tödlicher Giftpilz

Der Grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) ist der für die meisten Pilzvergiftungen mit tödlichem Ausgang verantwortliche Pilz. Er wird häufig verwechselt mit Grünlingen und grünen Täublingsarten.

Inhaltsverzeichnis

Aussehen

Ein sicheres Merkmal, das die Knollenblätterpilze von essbaren Arten unterscheidet, ist der Stiel, der immer in einer in der Erde verborgenen Hülle steckt. Der Stiel von Champignons, Grünlingen und Täublingen ist dagegen immer ohne Hülle beziehungsweise Scheide. Auch die Lamellen sind bei den Knollenblätterpilzen immer weiß, während sie bei den Champignons je nach Art rosa bis dunkelbraun sein können.

Kurzbeschreibung

Giftigkeit

Es reichen 50 g zu einer Vergiftung, und so gilt er als einer der giftigsten Pilze überhaupt. Die ersten Symptome (Brechdurchfälle) nach einer Vergiftung treten in der Regel erst nach acht bis zwölf Stunden auf - zu spät, um noch durch Magenauspumpen wirksam eingreifen zu können.Bei den Giften des grünen Knollenblätterpilzes handelt es sich hauptsächlich um verschiedene zyklische Polypeptide: Die Amanitine (α-Amanitin, β-Amanitin, γ-Amanitin) und Phallotoxine (Phalloin, Phalloidin, Phallicin, Phallacidin). Seltener erscheinen Symptome nach zwei bis sieben oder dreizehn bis sechsunddreißig Stunden. Sie klingen danach für zwei bis drei Tage wieder ab, um sich dann ca. fünf Tage nach dem Verzehr zu einem kompletten Leberversagen zu entwickeln. Der Tod tritt meist etwa zehn Tage nach dem Verzehr ein. Die einzige mögliche Rettung ist eine Leber-Transplantation. Ironischerweise liefert der grüne Knollenbätterpilz das Gegengift Antanamid selbst, allerdings in zu geringen Mengen, um die Giftwirkung auszugleichen.

Das berühmteste Opfer des Giftpilzes war Papst Klemens VII.. Die Toten Hosen haben diesem Pilz auf dem Album Auswärtsspiel das Lied Amanita phalloides gewidmet.

Weblinks

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