Amanitin

Bei den Amanitinen, auch Amatoxinen, handelt es sich um zyklische Polypeptide, genauer Octapeptide, da sie aus acht Aminosäuren aufgebaut sind. Es gibt acht Amanitine, von denen das α-Amanitin, das β-Amanitin und das γ-Amanitin die bekanntesten sind. Amanitine kommen im grünen Knollenblätterpilz (Amanita phalloides) neben den Phallotoxinen vor.

Substanz R1 R2 R3 R4 R5 LD50
α-Amanitin CH2OH OH OH NH2 OH 0,3
β-Amanitin CH2OH OH OH OH OH 0,5
γ-Amanitin CH3 OH OH NH2 OH 0,2
ε-Amanitin CH3 OH OH OH OH 0,3
Amanin CH2OH OH OH OH H 0,5
Amanullin CH3 H OH NH2 OH >20
Amanullinsäure CH3 H OH OH OH >20
Proamanullin CH3 H H NH2 H >20
Bild:Amanitine.png

Eigenschaften

Die Amanitine sind restistent gegen Kochen und Trocknen und werden auch nicht durch die Proteasen im Magentrakt zerlegt.

In den Amanitinen wurde erstmals das (4R)-4,5-Dihydroxy-L-isoleucin als neue Aminosäure entdeckt. Des Weiteren können die Aminosäuren Asn Asp, Cys, Gly, Hypro, Ile, und Trp vorkommen.

Toxizität

Alle Amanitine bewirken ein Leberversagen, das, wenn es unerkannt bleibt, für den Betroffenen meist tödlich ist. Ursache des Leberversagens ist wahrscheinlich eine Hemmung der Proteinsynthese.

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