Amarant (Lebensmittel)

Amaranthus
none|300px|AmaranthusAmaranthus
Systematik
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Nelkenähnliche (Caryophyllidae)
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Fuchsschwanzgewächse
(Amaranthaceae)
Gattung: (Amaranthus)


Der Amarant gehört zur Gattung (Amaranthus) in der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Es gibt etwa 60 Arten Gattung (Amaranthus), die auf allen Kontinenten außer der Antarktis vorkommen.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines zum Amarant

Amarant gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Amarant hat einen weit höheren Eiweiß- und Mineralstoffgehalt als die weltweit traditionell angebauten Getreidesorten. Kohlenhydrate und Ballaststoffe sind in gleich hohen Mengen vorhanden.

Amarant ist ein Pseudogetreide und glutenfrei. Dies macht es zu einem vollwertigen und verträglichen Getreideersatz bei der weit verbreiteten Glutenunverträglichkeit (Zöliakie). Zudem ist der hohe Eisengehalt wertvoll bei Eisenmangelanämie und während der Schwangerschaft.

Anbau

Amarant ist weitgehend anspruchslos an den Boden. Es kommt mit relativ wenig Wasser aus. Es verwildert leicht und gilt auch als Zierpflanze. thumb|Vergleich Amaranth (links) und Weichweizen (rechts)

Nutzpflanzen

Die Blätter aller Amarantarten werden als Gemüse gegessen. Die Samen des Rispenfuchsschwanzes werden ähnlich wie Getreide verwendet.

Bereits bei den Azteken, Inkas und Mayas waren die getreideähnlichen Körner neben Quinoa und Mais ein Hauptnahrungsmittel. In Indien wurde Fuchsschwanz (Setaria pumila) ab ca. 2500 BC cal.) in nach Zentralindien (Kayatha) angebuat und vermutlich auch domestziert. Aus der Fundstelle Senuwar am mittleren Ganges sind in der ersten Siedlungshase Reis (Oryza sativa) und Fuchsschwanz nachgewiesen, erst aus einer späteren Phase Weizen, Gerste, Linsen und Erbsen.

Andere Amaranthus-Arten

Andere Amaranthus-Arten sind Kulturbegleitpflanzen. Die etwa 60 Amaranthus-Arten sind in den wärmeren Zonen der Erde verbreitet, meist in trockenen Steppengebieten, Ödland und Kulturland. Die größte Artenvielfalt findet sich in Amerika.

Fast alle in Europa vorkommenden Arten sind in den letzten zwei Jahrhunderten vor allem aus Amerika eingeschleppt worden. Einheimisch (Südeuropa) dürften nur Amaranthus graecizans L. und Amaranthus lividus L. sein. Alle Arten lieben warme und nährstoffreiche Böden. Da sie zur Keimung höhere Temperaturen benötigen, findet man sie vor allem in spät angebauten Kulturen, wie Gemüse, Mais, in Weinbergen u.ä. Mit der Ausweitung des Maisanbaus nach Mittel- und Nordeuropa breiten sich auch die Amarant-Arten als Ackerunkräuter aus.

Heutige Nutzung

Die Nahrungsmittelindustrie verwendet Amarant heute in der Baby- und Kindernahrung, als Zumischung in Brot und Gebäck, bei Pfannkuchen und Pastas, auch in Wurstwaren sowie im Fast-Food-Bereich bei Riegeln und Snacks.

Hinweis

Das Nahrungsmittel ist nicht zu verwechseln mit dem Farbstoff: Amaranth (E 123) ist ein roter, gut wasserlöslicher Azofarbstoff, der als Lebensmittelfarbe Verwendung findet.

Weblinks

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See also: Amarant (Lebensmittel), Abteilung (Biologie), Amaranth (Farbe)