Amores Perros

Amores Perros ist das Spielfilmdebüt des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritu. Das Drama basiert auf dem komplexen Original-Drehbuch des mexikanischen Schriftstellers Guillermo Arriaga.

Filmdaten
Originaltitel: Amores Perros
Produktionsland: Mexiko
Produktionsjahr: 2001
Länge (PAL-DVD): 147 Minuten
Originalsprache: spanisch
Altersfreigabe: FSK ab 16 Jahren
Stab
Regie: Alejandro González Iñárritu
Drehbuch: Guillermo Arriaga
Musik: Gustavo Santaolalla und Antonio Vega
Kamera: Rodrigo Prieto
Schnitt: Luis Carballar, Alejandro González Iñárritu und Fernando Pérez Unda
Produktion: Alejandro González Iñárritu
Darsteller
El Chivo: Emilio Echevarría
Octavio: Gael García Bernal
Valeria: Goya Toledo
Daniel: Álvaro Guerrero
Susana: Vanessa Bauche
Luis: Jorge Salinas
Ramiro: Marco Pérez
Inhaltsverzeichnis

Handlung

In seinem hochgelobten Debütfilm erzählt der mexikanische Regisseur Alejandro González Inárritu drei Episoden über Liebe, Hass, Träume und Tod in der Millionenmetropole Mexiko-Stadt, die sich durch einen schweren Autounfall schicksalhaft überschneiden.

Octavio und Susana

Die erste Episode Octavio und Susana handelt vom jungen und naiven Octavio (Gael García Bernal), der zusammen mit seinem Bruder Ramiro (Marco Pérez), dessen Frau Susana (Vanessa Bauche) und Kind, sowie seiner Mutter in einem kleinen Haus in den Slums Mexiko-Stadts lebt. Während der zu Gewalt neigende Ramiro gelegentlich Apotheken überfällt um seine kleine Familie zu ernähren, nimmt Octavio mit dessen Hund Khofi an brutalen Hundewettkämpfen teil. Octavio ist in seine Schwägerin Susana verliebt und träumt mit ihr von einer besseren Zukunft in der Provinz, die er mit dem gewonnenen Geld aus den Hundewettkämpfen finanzieren will. Doch beim letzten Kampf des Hundes wird Octavio in einen Hinterhalt gelockt.

Valeria und Daniel

Valeria (Goya Toledo) steht auf der Sonnenseite des Lebens - sie ist Top-Model und lächelt nach einer für sie einträglichen Parfüm-Kampagne von riesigen Werbebannern in der Innenstadt Mexiko-Stadts. Zwar erzählt sie in einer TV-Show, dass sie mit dem gutaussehenden Schauspieler Andrés Salgado liiert ist, doch das dient nur der Ablenkung. In Wirklichkeit hat Valeria eine Affäre mit dem verheirateten Verleger Daniel (Álvaro Guerrero) und träumt von einer gemeinsamen Zukunft mit ihm. Als Daniel tatsächlich eine Wohnung anmietet und verspricht mit ihr zusammen zu leben, scheint dem Glück nichts mehr im Wege zu stehen, doch durch einen schweren Autounfall ändert sich Valerias Leben schlagartig.

El Chivo und Maru

Der alte El Chivo (Emilio Echevarría) lebt gemeinsam mit einer Schar von Hunden auf den Straßen Mexiko-Stadts und verdingt sich als gelegentlicher Auftragskiller. Nachdem er seinen letzten Mord auf einen Geschäftsmann in der Zeitung studiert, fällt ihm die Todesanzeige seiner Frau ins Auge. El Chivo hatte seine Ehefrau und die erst zweijährige Tochter Maru vor Jahrzehnten verlassen, um als Revolutionär für eine bessere Zukunft zu kämpfen. Als der alte Mann nun die Trauerfeier besucht und Maru seit langer Zeit zum ersten Mal wiedersieht, versucht er wieder Kontakt mit ihr aufzunehmen. Doch Maru hat nicht die Absicht sich mit ihrem Vater zu versöhnen.

Interpretation

Amores Perros bedeutet übersetzt Hundeliebe und so sind es denn auch die cleveren Vierbeiner, die drei individuelle Filme zu einem Ganzen zusammenfügen. Über die Beziehung zu ihren Hunden versteht man das Handeln der einzelnen Protagonisten, die in einen Strudel aus enttäuschten Hoffnungen, unerfüllten Träumen, Liebe, Gewalt und Tod gesogen werden. Die komplexe Erzählstruktur von Amores Perros verläuft nicht linear, sie ist unkonventionell und überlagert mehrere Ebenen. Als Ausgangspunkt dient der Autounfall am Anfang des Films, über den der Regisseur geschickt die einzelnen Handlungsstränge entfaltet, die sich mitunter überschneiden, sich aber nie ganz gänzlich treffen. Die mit einer Handkamera eingefangenen grobkörnigen Bilder tragen zur einzigartigen Atmosphäre von Amores Perros bei, der sich als Schauplatz der pulsierenden Millonenmetropole Mexiko-Stadt bedient, die vor den Augen des Zuschauers zu einem modernen Sodom und Gomorrha avanciert. Für Regisseur Alejandro González Inárritu bedeutete Amores Perros die Fahrkarte nach Hollywood, wo er nach seinem Beitrag zum Episodenfilm 11'09'01, mit dem Drama 21 Gramm ein noch komplexeres Werk präsentierte.

Anekdoten

Kritiken

Auszeichnungen

Amores Perros, der im Jahr 2000 in Cannes seinen Triumphzug mit zwei goldenen Palmen begann, wurde mit über 35 internationalen Festival- und Kritikerpreisen ausgezeichnet und u. a. als bester ausländischer Film für den Golden Globe und Oscar nominiert. Außerdem gewann der Film elf Ariel Awards, das mexikanische Äquivalent zum Oscar.

Oscar 2001

BAFTA-Award 2001

Golden Globe 2001

Weitere

Ariel Awards 2001

Nominiert in den Kategorien

Bodil Awards 2002

Bogot Film Festival 2000

Boston Society of Film Critics Awards 2001

British Independent Film Awards 2001

Internationale Filmfestspiele von Cannes 2000

Chicago Film Critics Association Awards 2002

Chicago International Film Festival 2000

Cinema Brazil Grand Prize 2002

Edinburgh International Film Festival 2002

Fantasporto 2001

Independent Spirit Awards 2002

London Critics Circle Film Awards 2002

Montréal Festival of New Cinema 2002

National Board of Review 2001

New York Film Critics Circle Awards 2001

Online Film Critics Society Awards 2001

Oslo Films from the South Festival 2000

Tokyo International Film Festival 2000

Valdivia International Film Festival 2000

Weblinks

Amores Perros

See also: Amores Perros, 11'09'01, 2000, 2001, 2002, 21 Gramm, Alejandro González Iñárritu, Altersfreigabe, BAFTA-Award