Ana de Mendoza y de la Cerda
Ana de Mendoza y de la Cerda (* 29. Juni 1540 in Cifuentes, Guadalajara; † 2. Februar 1592 in Pastrana) war eine spanisch-portugiesische Hofdame und Politikerin. Die Legenden, die sich um die Prinzessin von Eboli rankten, dienten unter anderem Friedrich Schiller und Giuseppe Verdi als künstlerisches Vorbild.
Die Tochter des Peruanischen Vizekönigs wurde 1552 mit Ruy Gómez de Silva, dem Berater von Philipp II. verlobt und 1559 verheiratet. 1561 kam das erste von zehn Kindern zur Welt, von denen sechs überlebten. Als de Silvas Gattin übte sie politischen Einfluss nur über ihren Gatten aus. Nach seinem Tod wandte sie sich Philipps Staatssekretär, Antonio Pérez, zu. Die beiden engagierten sich in der Friedenspartei gegen die strenge Politik des Herzogs von Alba, mischten in der portugiesischen Erbfolge mit und verkauften Staatsgeheimnisse an den meist bietenden. Die beiden spielten auch bei den Aufständen in Flandern eine wichtige Rolle und sollen im Auftrag Philipps II. auch einen Mord begangen haben.
1579 wurde Ana de Mendoza wegen Verrats verhaftet und zu lebenslänglichem Hausarrest in ihrem eigenen Schloss verurteilt. Sie starb 1592 im Turm ihres Schlosses.
Die "schielende Prinzessin" war eine außerordentlich begabte Politikerin. Von ihren Zeitgenossen wurde sie als intrigant, hochmütig, herrschsüchtig, verschwenderisch, respektlos und hysterisch beschrieben.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Cerda, Ana de Mendoza y de la |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | spanisch-portugiesische Hofdame und Politikerin |
| GEBURTSDATUM | 29. Juni 1540 |
| GEBURTSORT | Cifuentes, Guadalajara |
| STERBEDATUM | 2. Februar 1592 |
| STERBEORT | Pastrana |
