Anaerobe Schwelle

Bei der anaeroben Schwelle (Begriff aus der Sportmedizin; manchmal auch als "aerob-anaerobe Schwelle" oder "Laktatschwelle" bezeichnet) handelt es sich um die höchstmögliche Belastungsintensität, welche noch ohne zunehmende Übersäuerung aufrecht erhalten werden kann. Es herrscht hier ein Gleichgewichtszustand ("steady state") zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffaufnahme. Die anaerobe Schwelle liegt typischerweise bei einer Laktat-Konzentration von 4 mmol/l; dieser Laktatwert wird umgekehrt auch zur Definition der aeroben Schwelle verwendet. Der Wert von 4 mmol/l ist jedoch nicht allgemein gültig. Es sind größere individuelle Schwankungen möglich.


Nicht zu verwechseln mit der anaeroben Schwelle ist die "aerobe Schwelle" bei einer Laktat-Konzentration von ca. 2 mmol/l. Bei der "aeroben Schwelle" handelt es sich um die geringste Belastungsintensität, bei der erstmals ein Anstieg des Laktat-Werts gegenüber dem Ruhewert zu messen ist.

Die anaerobe Schwelle hat im Leistungstraining eine große Bedeutung, da dem Training mit einer Intensität knapp unterhalb dieses Grenzwertes ein hoher Effekt bei der Entwicklung der aeroben Leistungsfähigkeit nachgesagt wird.

See also: Anaerobe Schwelle, Aerob, Anaerob, Glykogen, Laktat, Marathonlauf, Übersäuerung